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Energiewende und die Exklusion von vulnerablen Gruppen

Beschreibung

Wie kann ein energiedeprivierter Wohnraum zur Armutsfalle werden?
Inwieweit können höhere Mietzinskosten infolge energetischer Sanierungen vulnerable Gruppen zum Umzug zwingen? Diese Fragen stehen im Zentrum eines Forschungsprojekts des Instituts für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe mit Unterstützung des Bundesamts für Wohnungswesen BWO.


Exklusion von vulnerablen Gruppen Die Energiewende ist mit einer Um- und Neuverteilung von Kosten in den Bereichen Mobilität und Wohnen sowie mit Subventionen für bestimmte Energiequellen verbunden. Deren Auswirkungen auf vulnerable Gruppen wurden in gegenwärtigen Debatten bislang nur wenig berücksichtigt. Während Hauseigentümerinnen und -eigentümer von Fördermitteln, Steuerentlastung und tiefen Hypothekarzinsen profitieren, sehen sich Mieterinnen und Mieter nach einer Sanierung oftmals mit höheren Mietzinskosten konfrontiert.


Soziale und ökonomische Auswirkungen auf vulnerable GruppenSteigen die Mietzinskosten infolge von energetischen Sanierungen oder fallen die Energierechnungen zu hoch aus, verzichten vulnerable Gruppen oft auf die Befriedigung anderer Grundbedürfnisse, um die Kosten zu decken. Betroffene entwickeln verschiedene Bewältigungsstrategien, um mit diesen Belastungssituationen umzugehen. Das Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe möchte die sozialen und ökonomischen Auswirkungen der Energiewende auf vulnerable Gruppen aus der spezifisch disziplinären Sicht der Sozialen Arbeit aufzeigen sowie aktuelle Beratungsangebote prüfen.

Betroffenen- und Experteninterview, Fallbeispiele und Online-FragebogenWie vulnerable Gruppen auf erhöhte Mietzinskosten infolge von energetischen Sanierungen reagieren oder welche Bewältigungsstrategien sie zur Reduktion der Energiekosten wählen, wird mittels Experteninterviews mit Betroffenen und Fachpersonen sowie anhand von Fallbeispielen und der Abfrage von Beratungsstellen analysiert. Im Fokus stehen Fragen wie: „In welchem Zusammenhang stehen Einkommens- und Energiearmut?“ oder “Welche Bewältigungsstrategien und Energiepraktiken ergreifen vulnerable Gruppen, um die Energiekosten einzudämmen oder zu begleichen?“

Methodik

Ziel

Ausgangslage

Eckdaten

Projektleitung

Anna Suppa, Prof. Dr. Gabriela Muri Koller

Projektstatus

abgeschlossen, 10/2017 - 10/2018

Institut/Zentrum

Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe (IVGT)

Drittmittelgeber

Bundesamt für Wohnungswesen BWO

Projektvolumen

55'900 CHF

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