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Use of digital tools for socially isolated people in home care and their relatives during social distancing – digital support against social isolation (DASI)

DASI

Auf einen Blick

Beschreibung

Hintergrund und Ziele:

Nationale und internationale Forschungen zeigen, dass soziale Isolation und Einsamkeit älterer pflegebedürftiger Menschen sich sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit auswirkt, und allmählich als wichtiges Problem der öffentlichen Gesundheit (Public Health) erkannt wird. Durch die Massnahme des «Social Distancing» im Rahmen der Covid-19-Pandemie zum Schutz gefährdeter Patientengruppen wird die soziale Isolation noch problematischer. Daher sind neue Kommunikations- und Monitoringlösungen für die professionelle häusliche Pflege erforderlich, und zwar als zweifache Lösungen für Monitoring und Kommunikation.

Ziel dieser Forschung ist es, herauszufinden, ob und welche digitalen Werkzeuge in der häuslichen Pflege eingesetzt werden, um die soziale Isolation der Zielgruppe zu verringern. Die Ergebnisse tragen dazu bei, Lücken in der Verfügbarkeit von Diensten und damit verbundenen wünschenswerter digitaler Unterstützung in Zeiten der sozialen Distanzierung und darüber hinaus aufzudecken.


Fragestellung:

Welche digitalen Instrumente werden derzeit eingesetzt zur Kontaktaufnahme und Überwachung von pflegebedürftigen Personen und deren Angehörigen?
Welche sind die Strategien der professionellen häuslichen Pflege gegen soziale Isolation/ Einsamkeit?

Methode:

Wir planen eine evaluative explorative sequentielle Studie im Stil eines Mixed Methods Design, beginnend mit qualitativen Interviews mit häuslichen Pflegekräften (n=3-4) über die derzeit verwendeten digitalen Instrumente zur Kontaktaufnahme und Überwachung von pflegebedürftigen Personen und deren Angehörigen und deren Strategien gegen soziale Isolation/Einsamkeit. Zusätzlich wird eine Literaturrecherche durchgeführt und das Projekt bei der EK ZH eingereicht.

Aus den Ergebnissen der Interviews wird ein standardisierter, digitaler Fragebogen entwickelt, der schweizweit an Organisationen der Leitungen ambulanter Pflegedienste in der gesamten Schweiz, sowie an pflegebedürftige Personen und deren Angehörigen in der Häuslichkeit verschickt wird.

Anschliessend erfolgt die Datenanalyse sowie die Berichterstattung und Entwicklung einer Folgestudie.


Nutzen/Resultate:

Mit der Unterstützung dieses Projekts zeigt die ZHAW, dass sie auch in sehr anspruchsvollen Zeiten besonders verletzliche Personengruppen und deren Bedürfnisse nicht aus den Augen verliert. Das gegenwärtige Verbot, abhängige Personen zu Hause zu besuchen oder die Besuche auf Notsituationen zu beschränken, was sicherlich eine sinnvolle und wirksame Intervention zum Schutz vor Ansteckung ist, muss mit einer angemessenen Unterstützung einhergehen, um soziale Isolation und Einsamkeit zu verhindern. Nur so können ihre schädlichen Folgen gemildert werden, was letztlich dazu beitragen kann, persönliche und gesellschaftliche Kosten - sowohl emotionale als auch wirtschaftliche - einzusparen.