Strategische Weichenstellungen zu EELISA 3.0 beim EELISA Grand Meeting in Madrid
Vom 18. bis 22. Mai trafen sich Vertreter:innen von EELISA an der Universidad Politécnica de Madrid zum Grand Meeting. Im Fokus: Wie europäische Hochschulen durch Open Science, interdisziplinäre Communities und neue Studienformate gemeinsam Innovation und gesellschaftliche Wirkung vorantreiben.
Vom 18. bis 22. Mai trafen sich Vertreter:innen der EELISA European University an der Universidad Politécnica de Madrid (UPM) zum EELISA Grand Meeting. Über mehrere Tage hinweg wurde gemeinsam an der Weiterentwicklung der Allianz gearbeitet – mit Fokus auf strategische Governance, Innovation, Mobilität und Forschung. Für die ZHAW nahm unter anderem Rektorin Regula Jöhl am Treffen teil.
Eröffnet wurde das Grand Meeting mit Beiträgen der Gastgeberinstitution Universidad Politécnica de Madrid (UPM) sowie Vertreter:innen der Allianz. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie europäische Hochschulallianzen künftig noch stärker gesellschaftliche Wirkung entfalten und innovative Formen der Zusammenarbeit fördern können. Das erstmals durchgeführte EELISA Communities Forum setzte hierzu wichtige Impulse. Unter dem Titel «Communities as Innovation & Impact Labs» diskutierten Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis die Rolle interdisziplinärer Communities als Treiberinnen für Innovation, gesellschaftliche Verantwortung und europäischen Wissensaustausch.
Im Anschluss tagte das Governing Board unter neuer Leitung und traf weitreichende strategische Entscheidungen zur zukünftigen Ausrichtung der Allianz. Im Zentrum standen dabei insbesondere folgende gemeinsame Bekenntnisse, die seitens der ZHAW mitunterzeichnet wurden:
Erstens bekräftigten die Partnerhochschulen mit der Unterzeichnung der «Declaration on Open Science» ihr gemeinsames Ziel, offene Wissenschaft systematisch in Forschung, Lehre und institutionelle Strukturen zu integrieren. Dazu gehört, Forschungsergebnisse frei zugänglich zu machen, gemeinsame Standards für Forschungsdaten zu etablieren sowie Kompetenzen im Bereich Open Science gezielt zu fördern.
Zweitens einigten sich die Mitglieder des Governing Boards darauf, die EELISA Communities als zentrales Element der Allianz weiter zu stärken. Diese sollen in Zukunft noch stärker als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und öffentlichen Institutionen wirken und so interdisziplinäre Innovation sowie Wissenstransfer fördern.
Drittens unterstützte das Governing Board den Aufbau eines gemeinsamen europäischen Bachelorstudiengangs «Bachelor in Science and Engineering».
Diese Beschlüsse markieren wichtige Schritte auf dem Weg zu einer langfristig stabilen und handlungsfähigen europäischen Hochschulallianz und unterstreichen das gemeinsame Engagement für offene Wissenschaft, innovative Lehrformate und eine stärkere europäische Vernetzung in Forschung und Bildung.
„In Madrid wurde erneut deutlich, wie wertvoll der persönliche Austausch ist: Begegnungen, die inspirieren, gemeinsame Ideen und konkrete Ansätze entstehen lassen – und uns mit einer gut gefüllten To-do-Liste, neuer Energie und klaren nächsten Schritten zurück an die ZHAW bringen. Genau diese Zusammenarbeit treibt EELISA an der ZHAW weiter voran.“ so EELISA Projektleiterin Friederike Bacciarini.
Auch das Executive Board widmete sich während seiner zweitägigen Sitzung strategischen Fragen rund um die Zukunft von EELISA. Im Fokus standen aktuelle Erweiterungsprozesse, kommende Förderausschreibungen sowie erste Planungen für die nächste Entwicklungsphase «EELISA 3.0». Für die ZHAW eröffnet dies neue Möglichkeiten zur internationalen Zusammenarbeit – etwa in gemeinsamen Lehrformaten, Forschungsinitiativen oder Mobilitätsprogrammen für Studierende und Mitarbeitende.
Parallel dazu arbeiteten zahlreiche thematische Arbeitsgruppen und Communities an konkreten Projekten und Initiativen. Das EELISA Communities Forum kombinierte sogenannte «Targeted Skill Labs» mit einem «Networking & Impact Lab», in dem Kooperationsmodelle zwischen EELISA Communities und externen Organisationen diskutiert wurden. Ziel ist es, die Communities künftig noch stärker als Plattformen für praxisorientierte Zusammenarbeit, Wissenstransfer und gesellschaftliche Innovation zu positionieren.
Die ZHAW gestaltet mit – von Architektur bis Staff Representation
Die EELISA Student Council Elections stärkten zudem die studentische Mitbestimmung innerhalb der Allianz: Gewählt wurden unter anderem neue Co-Chairs, Vertreter:innen für Budgetfragen sowie Mitglieder des Evaluation Committees. Mit dabei waren auch Studierendenvertreterinnen von ALIAS, die die Interessen der ZHAW-Studierenden in die europäische Zusammenarbeit einbringen.
Ein besonderer Fokus lag in Madrid auf dem Austausch der Staff Representatives – ein für die ZHAW besonders wichtiger Schritt, da sie erst seit Anfang dieses Jahres in diesem Gremium vertreten ist. Die Gespräche boten wertvolle Einblicke, wie Mitarbeitende innerhalb von EELISA stärker eingebunden und gezielt gefördert werden können – etwa durch Staff Mobilities, Staff Weeks oder gemeinsame Trainingsformate.
Auch die ZHAW war fachlich aktiv eingebunden: Das Departement Architektur beteiligte sich an den Gesprächen innerhalb der EELISArch Community. Ziel der Community ist es, die Zusammenarbeit zwischen Architekturschulen innerhalb des Netzwerks zu stärken und Architektur sowie räumliches Denken als wichtige Beiträge zu interdisziplinärer Forschung sichtbar zu machen. Gleichzeitig fördert EELISArch den Austausch zu gesellschaftlicher Verantwortung, Kreativität und nachhaltiger Gestaltung in Zeiten globaler Herausforderungen.
Für die ZHAW hat das Treffen in Madrid auch mit Blick auf die kommenden Monate besondere Bedeutung: Das nächste EELISA Grand Meeting wird im November an der ZHAW stattfinden.
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