Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen gegenüber Erwachsenen und Jugendlichen im Kanton Basel-Stadt (FSZM-BS)
Beschreibung
Zahlreiche Kantone habe inzwischen die Geschichte der Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen (FSZM) aufgearbeitet. Für den Kanton Basel-Stadt steht dies bislang noch aus. Das Forschungsprojekt untersucht FSZM im Kanton Basel-Stadt gegenüber Erwachsenen und Jugendlichen im Zeitraum von 1930 bis 1980. Im Zentrum stehen administrativen Anstaltsversorgungen, das heisst, Zwangseinweisungen in stationäre Einrichtungen. Untersucht werden die beteiligten Akteur:innen, Institutionen und Behörden sowie Entwicklungen und Kontinuitäten der Einweisungspraxis im Untersuchungszeitraum.
Im Projekt werden die rechtlichen Grundlagen, die ökonomische Dimension und die Zahlen zu Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen analysiert und mit anderen Kantonen verglichen. Das Forschungsvorhaben schenkt der Perspektive der Betroffenen besondere Beachtung. So wird untersucht, wer von den Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffen war und welche Handlungsspielräume Betroffene hatten, um sich gegen Zwangseinweisungen und andere Formen der FSZM zu wehren, die oft damit verbunden waren. Die Ergebnisse werden mit den Betroffenen diskutiert und in einer Publikation einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Eckdaten
Projektleitung
Dr. Rahel Bühler, Dr. Susanne Businger, Dr. Sara Galle (Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW)
Projektteam
Projektpartner
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Projektstatus
laufend, gestartet 09/2026
Institut/Zentrum
Institut für Kindheit, Jugend und Familie (IKJF)
Drittmittelgeber
Kanton Basel-Stadt
Projektvolumen
551'860 CHF