Amt für Unmögliches Emmen – ungenutzte Ressourcen aktivieren
Beschreibung
Die Gemeinde Emmen mit rund 32’000 Einwohner:innen – über 37 % davon ohne Schweizer Staatsbürgerschaft und ohne formale Mitwirkungsmöglichkeiten – steht exemplarisch für viele Agglomerationsgemeinden im Wandel. Grosse Gebietsentwicklungen werden in den kommenden Jahren zahlreiche neue Wohnungen und Arbeitsplätze schaffen und damit Bevölkerungsstruktur und Ortsbild grundlegend verändern – mit Chancen, aber auch mit Herausforderungen hinsichtlich sozialer Integration und Teilhabe.
Agglomerationsgemeinden wie Emmen stehen im Kontext aktueller räumlicher, sozialer und wirtschaftlicher Transformationsprozesse vor der Herausforderung, die Mitwirkung der Bevölkerung an der Gestaltung ihres Lebensumfelds zu stärken und gleichzeitig bestehende institutionelle Strukturen zu entlasten.
Trotz vorhandener zivilgesellschaftlicher Initiativen bestehen oftmals hohe Hürden hinsichtlich des Zugangs zu Informationen, Zuständigkeiten und Ressourcen für die Umsetzung eigener Projekte.
Gleichzeitig fehlen geeignete Schnittstellen, welche die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Bevölkerung, Wirtschaft und weiteren Akteurinnen und Akteuren koordinieren und unterstützen. Dies führt dazu, dass vorhandenes Engagement nur teilweise genutzt wird und Potenziale für soziale Innovation sowie nachhaltige Raumentwicklung unzureichend ausgeschöpft bleiben.
Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt „Amt für Unmögliches Emmen – ungenutzte Ressourcen aktivieren“ darauf ab, neue Formen der Zusammenarbeit und Unterstützung zu entwickeln. Ein zentrales Element des Projekts bildet dabei ein Reallabor auf einer rund 3000 m2 grossen öffentlichen Grünfläche in Emmen – der sogenannten «Weberwiese».
Gemeinsam mit der Bevölkerung, der Gemeinde sowie weiteren lokalen Akteurinnen und Akteuren werden Ideen für die Entwicklung und Nutzung dieses Freiraums partizipativ erarbeitet, auf ihre Machbarkeit geprüft und schrittweise umgesetzt. Das Reallabor dient als Experimentier- und Lernraum, in dem neue Formen der Mitwirkung, Zusammenarbeit und Verantwortungsübernahme unter realen Bedingungen erprobt und wissenschaftlich begleitet werden.
Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die Entwicklung des «Amts für Unmögliches» als dauerhaftes Unterstützungs- und Vermittlungsinstrument für zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Eckdaten
Projektleitung
Stellv. Projektleitung
Projektpartner
Hochschule Luzern
Projektstatus
laufend, gestartet 08/2026
Institut/Zentrum
Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR)
Drittmittelgeber
Bundesamt für Raumentwicklung ARE; Hochschule Luzern