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Agency junger Menschen in peripheren Räumen – Bildungspraktiken zwischen Regionalität und Familie (AYPPA)

Das Projekt untersucht, wie wahrgenommene regionale Peripherie die Bildungsentscheidungen junger Erwachsener beeinflusst. Anhand ausgewählter Regionen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich werden Handlungsspielräume, Ressourcen und Bildungsstrategien analysiert.

Mehrere farbige Silhouetten von Menschen sitzen nebeneinander.

Beschreibung

Ausgangslage

Regionale Peripherie wird häufig mit schlechter Infrastruktur, begrenzten Bildungsangeboten und negativen medialen Zuschreibungen verbunden. Solche Wahrnehmungen können Bildungsentscheidungen junger Erwachsener prägen. Bildung, regionale Ungleichheit und Medienbilder stehen dabei in einem engen Zusammenhang. Unklar ist bislang, wie junge Menschen diese Bedingungen subjektiv deuten und wie sie mit ihnen umgehen.

Zielsetzungen

Ziel des Projekts ist es zu verstehen, wie wahrgenommene Peripherisierung Bildungsentscheidungen beeinflusst. Analysiert wird, welche Rolle familiäre Ressourcen, soziale Unterstützungsnetzwerke und regionale Bedingungen spielen. Ein weiteres Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Handlungsspielräume eröffnet oder begrenzt werden. Das Projekt strebt die Entwicklung eines vergleichenden Modells von Agency in peripherisierten Räumen an.

Vorgehen

Das Projekt arbeitet empirisch vergleichend. Untersucht werden ausgewählte Regionen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Der Fokus liegt auf den Bildungsbiografien junger Erwachsener. Qualitative Analysen rekonstruieren Bildungsentscheidungen, Bleibestrategien und Mobilitätsoptionen. Zentrale Schlüsselbegriffe sind Bildung, Peripherie, Agency, Familie, Region und Jugend.

Erwartete Ergebnisse

Erwartet werden neue Erkenntnisse darüber, wie junge Menschen auch unter schwierigen regionalen Bedingungen Ausbildungs- und Bildungsstrategien entwickeln. Sichtbar werden Bildungspraktiken, die zu Bleibestrategien führen. Zudem zeigt das Projekt, wie familiäre Traditionen, mediale Images und strukturelle Rahmenbedingungen zusammenwirken. Die Ergebnisse liefern Impulse für die Forschung zu Übergängen ins Berufsleben, Familienprozessen und regionaler Jugendpolitik.

Eckdaten

Projektpartner

Universität Münster; Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg; Pädagogische Hochschule Thurgau PHTG; Hochschule Merseburg

Projektstatus

laufend, gestartet 04/2026

Institut/Zentrum

Institute of Language Competence (ILC); Institut für Kindheit, Jugend und Familie (IKJF)

Drittmittelgeber

SNF Weave

Projektvolumen

427'480 CHF