Care for Rare Navigator: Digitales KI-gestütztes Beratungsangebot für Familien mit seltenen Krankheiten (Care4RareN)
Der Care for Rare Navigator entwickelt ein digitales, KI-gestütztes Beratungssystem für Familien mit seltenen Krankheiten als bedarfsorientierte, alltagsnahe Unterstützung ergänzend zu bestehenden Versorgungsstrukturen. Erwartete Ergebnisse sind die Stärkung der Orientierung und Selbstwirksamkeit und psychosoziale Entlastung.
Beschreibung
Hintergrund
Familien von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit seltenen Krankheiten stehen vor komplexen Herausforderungen. Der Zugang zu verständlichen, verlässlichen und umfassenden Informationen ist häufig erschwert. Bestehende Angebote sind fragmentiert und setzen hohe System- und Gesundheitskompetenz voraus. Gleichzeitig sind Fachpersonen stark ausgelastet, insbesondere in ländlichen Regionen, wodurch Versorgungsdefizite entstehen.
Ziele
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines digitalen, skalierbaren KI-gestützten Beratungssystems, das Familien bedarfsorientierte und alltagsbezogene Unterstützung bietet. Das Angebot ergänzt bestehende Versorgungsstrukturen, ersetzt jedoch keine fachlichen oder therapeutischen Entscheidungen.
Methode
Das Projekt folgt einem nutzerzentrierten, partizipativen Mixed-Methods-Design über 24 Monate. In einer ersten Phase werden ein Literaturreview sowie qualitative Interviews zur Bedarfserhebung durchgeführt. Basierend auf realen Familienberatungen werden typische Beratungsszenarien identifiziert und in eine digitale Beratungslogik überführt. Die technische Umsetzung erfolgt iterativ im Co-Design mit Fokusgruppen und der Testung des Prototyps. Die Evaluation kombiniert quantitative Pre-Post-Erhebungen, eine Analyse der Nutzer:innendaten und qualitative Interviews zur Erfahrung und Wirkung.
Erwartete Resultate
Es wird erwartet, dass der Care for Rare Navigator die Informationssicherheit, Selbstwirksamkeit und Orientierung betroffener Familien stärkt sowie psychosoziale Belastung reduziert. Durch die Integration in die bestehende Plattform des Fördervereins für Kinder mit seltenen Krankheiten (KMSK) wird Praxisnähe und Nachhaltigkeit gewährleistet. Das Projekt schliesst eine Innovationslücke zwischen Fachberatung und eigenständiger Informationssuche.
Eckdaten
Projektleitung
Stellv. Projektleitung
Co-Projektleitung
Prof. Dr. Melanie Willke (Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik)
Projektteam
Margrit Hilpertshauser, Dr. Evelyn Huber, Prof. Dr. Christina Ramsenthaler, Marcel Janser, Manuela Stier (Gemeinnütziger Förderverein Kinder mit seltenenen Krankheiten (KMSK)), Prof. Dr. Fernando Carlen (Haute école spécialisée de Suisse occidentale HES-SO Valais-Wallis), Prof. Dr. Johannes Roth (Luzerner Kantonsspital), Dr. Georg Stettner (Kinderspital Zürich - Kinder Reha Schweiz)
Projektpartner
Gemeinnütziger Förderverein Kinder mit seltenenen Krankheiten (KMSK); Kinderspital Zürich - Kinder Reha Schweiz / Pädiatrische Sektion des Neuromuskulären Zentrums Zürich; Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik; Haute école spécialisée de Suisse occidentale HES-SO Valais-Wallis / Bereich Gesundheit; Luzerner Kantonsspital / Kinderspital Zentralschweiz / Pädiatrische Rheumatologie und seltene Krankheiten
Projektstatus
laufend, gestartet 02/2026
Institut/Zentrum
Institut für Pflege (IPF); Institut für Facility Management (IFM)
Drittmittelgeber
Gemeinnütziger Förderverein Kinder mit seltenenen Krankheiten (KMSK)