Neue Nukleartechnologien
Vor dem Hintergrund von Klimazielen, geopolitischen Unsicherheiten und steigendem Strombedarf untersucht das Projekt die Chancen und Risiken neuer Nukleartechnologien in der Schweiz und deren Rolle im zukünftigen Energiesystem.
Beschreibung
Die Schweiz verfolgt das Ziel einer kohlenstoffarmen, nachhaltigen Energieversorgung. Gleichzeitig rücken angesichts geopolitischer Unsicherheiten, möglicher Strommangellagen und steigenden Strombedarfs Fragen der Versorgungssicherheit wieder stärker in den politischen und gesellschaftlichen Fokus.
Vor diesem Hintergrund erlebt die Kernenergie – trotz des 2017 beschlossenen Atomausstiegs – eine erneute öffentliche und politische Diskussion, insbesondere im Hinblick auf den Weiterbetrieb bestehender Anlagen sowie neue Nukleartechnologien.
In einer interdisziplinären Studie sollen die Chancen und Risiken moderner Nukleartechnologien in der Schweiz untersucht werden. Im Zentrum stehen dabei Kernkraftwerke der Generationen III/III+, Generation IV sowie Small Modular Reactors (SMR). Die Studie erarbeitet eine systematische Auslegeordnung des aktuellen Wissens- und Nichtwissensstands und beleuchtet technische, gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche, rechtliche sowie bildungs- und forschungsbezogene Fragestellungen.
Der Schwerpunkt liegt dabei bewusst auf gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Aspekten sowie auf der Rolle der Kernenergie innerhalb eines zukünftigen Gesamtenergiesystems der Schweiz.
Ziel ist es, unabhängige und ausgewogene Grundlagen für Politik und Öffentlichkeit bereitzustellen, um eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Durch Szenarienanalysen und partizipative Ansätze sollen Handlungsoptionen entwickelt und Empfehlungen für politische Entscheidungstragende abgeleitet werden.
Eckdaten
Projektleitung
Projektteam
Projektpartner
Paul Scherrer Institut PSI; Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ; Universität Bern; E3-MODELLING S.A.; Stiftung Risiko-Dialog
Projektstatus
laufend, gestartet 04/2025
Institut/Zentrum
Institut für Regulierung und Wettbewerb (IRW)
Drittmittelgeber
Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS
Projektvolumen
30'000 CHF