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Klimapreis – Menüpreis nach Umweltbelastung

Eine Zeichnung zeigt einen Teller mit Gabel und Messer. Auf dem Teller steht CO2 und CHF geschrieben.

Ergebnis

Die Auswertung zeigt: Die angepassten Preise wirkten sich auf die Menüwahl der Gäste aus. Gerichte mit geringerer Klimabelastung wurden häufiger gewählt, während Menüs mit höherer Klimabelastung seltener nachgefragt wurden. Zusätzlich zeigte sich ein zeitlicher Trend: Im Verlauf der Testphase stieg der Anteil der verkauften günstigeren und damit klimafreundlicheren Menüs weiter an.

Insgesamt konnten die Treibhausgasemissionen pro verkauftes Menü in den beiden Personalrestaurants während der Testphase um 7  % (Standort Triemli) beziehungsweise 4  % (Standort Waid) gesenkt werden – mit steigender Tendenz.

Die Gästebefragung zeigte, dass die Preisanpassung insgesamt gut akzeptiert wurde. Weder die Anzahl der Gäste noch die Zahl der verkauften Menüs ging während der Testphase zurück. Ein grosser Teil der Befragten nahm die Preisanpassung bewusst wahr und verstand die zugrunde liegenden Überlegungen. Viele Teilnehmende äusserten sich zudem positiv zu einer Weiterführung der klimabasierten Preisgestaltung sowie zu einem erweiterten Angebot an ökologisch ausgerichteten Menüs.

Beschreibung

Im Rahmen der klimapolitischen Ziele der Stadt Zürich, welche unter anderem eine klimafreundlichere Ernährung in städtischen Institutionen fördern, wurde das Projekt „Klimapreis“ am Stadtspital Zürich (STZ) initiiert. Es hatte zum Ziel, herauszufinden, ob eine an der Klimabelastung orientierte Preisgestaltung von Menüs, kombiniert mit transparenter Kommunikation, das Konsumverhalten der Gäste in Personalrestaurants in Richtung umweltfreundlicherer Mahlzeiten lenken kann.

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ), dem Stadtspital Zürich und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) durchgeführt. Der Fokus lag dabei auf der Mittagsverpflegung der Mitarbeitenden an den Standorten Triemli und Waid.

Die methodische Umsetzung bestand aus einer sechswöchigen Referenzphase im Jahr 2023, in der die Klimabelastung der angebotenen Menüs bewertet wurde, gefolgt von einer Testphase 2024 mit angepassten Menüpreisen entsprechend deren CO₂-Äquivalenten. Grundlage der Preisgestaltung war der von der ZHAW entwickelte Menü-Nachhaltigkeits-Index. Parallel zur Preisintervention wurde eine Begleitkommunikation durchgeführt, die den Hintergrund und die Zielsetzung der Preisänderung erläuterte.

Zur Evaluation wurden sowohl Verkaufszahlen als auch eine Gästebefragung herangezogen. Dabei wurde insbesondere untersucht, wie die Gäste auf die veränderten Preise reagierten, welche Menüarten bevorzugt wurden und wie die Kommunikation aufgenommen wurde.

 

Eckdaten

Stellv. Projektleitung

Projektteam

David Koch, Nina Minder, Silvan Wanner, Dimitri Chryssolouris

Projektpartner

Stadtspital Zürich

Projektstatus

abgeschlossen, 09/2024 - 12/2025

Institut/Zentrum

Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR)

Drittmittelgeber

Stadt Zürich