Neue Leitung am Institut für Mental Health
Per 1. August 2026 übernimmt Prof. Dr. Imke Knafla die Leitung des Instituts für Mental Health (IMH) am Departement Angewandte Psychologie. Imke Knafla steht für eine starke Verankerung von Wissenschaft und Praxis sowie für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung im Bereich Mental Health.
Imke Knafla im Interview
Seit dem 1. Januar 2026 führt Imke Knafla das IMH bereits gemeinsam als Co-Leiterin ad interim. Mit der definitiven Übernahme der Leitung kann ihre begonnene Arbeit nun weitergeführt werden. Mit ihrer breiten fachlichen Kompetenz und ihrem Engagement für evidenzbasierte Psychologie bringt Imke Knafla ideale Voraussetzungen mit, um das IMH strategisch weiterzuentwickeln und seine Position zu stärken. Wir stellen sie in einem kurzen Interview vor.
Was möchten Sie als Leiterin des Instituts für Mental Health bewegen oder verändern?
Prof. Dr. Imke Knafla: Mir ist wichtig, dass wir zu einer neuen Perspektive auf psychische Gesundheit beitragen. Sie sollte nicht länger als stigmatisiertes Randthema verstanden werden, sondern als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe für Gesundheit, Soziales, Bildung und Arbeit – ganz im Sinne der WHO-Leitlinien.
Ich möchte dazu beitragen, dass psychische Gesundheit stärker präventiv gedacht und in verschiedenen Lebensbereichen mitberücksichtigt wird. Entscheidend ist für mich auch, den Austausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern, damit Wissen wirksam in konkrete Massnahmen übersetzt werden kann.
Was begeistert Sie an Ihrer neuen Rolle am meisten?
Die Menschen! Ich freue mich darauf, mit einem engagierten und interdisziplinären Team an einem gesellschaftlich relevanten Thema zu arbeiten. Dieses gemeinsame Wirken empfinde ich als sehr inspirierend.
Besonders reizvoll ist für mich auch der Gestaltungsspielraum: Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und in Projekte zu überführen, die etwas bewirken können. Zu wissen, dass unsere Arbeit einen konkreten Beitrag zur Förderung der psychischen Gesundheit leisten kann, ist eine grosse Motivation.
Welche Entwicklungen im Bereich Mental Health halten Sie aktuell für besonders wichtig?
Spannend finde ich die wachsende Offenheit, über psychische Gesundheit zu sprechen. Diese Entwicklung trägt wesentlich dazu bei, Stigmatisierung abzubauen und frühzeitige Unterstützung zu ermöglichen – sowohl im Privaten als auch in Organisationen.
Zugleich rücken die Zusammenhänge mit digitalen Medien, der Arbeitswelt und sozialen Kontexten stärker in den Fokus, insbesondere bei jungen Menschen. Aktuelle Berichte zeigen klar, dass psychische Gesundheit kein rein klinisches Thema ist, sondern eng mit Bildungs-, Arbeits- und gesellschaftlichen Bedingungen verknüpft ist. Diese Zusammenhänge besser zu verstehen und zu adressieren, ist zentral.
Kurz-Porträt Prof. Dr. Imke Knafla
Prof. Dr. Imke Knafla ist seit 2012 als Dozentin und Psychotherapeutin am Departement Angewandte Psychologie tätig und leitet seit 2018 in Co-Leitung das Zentrum Klinische Psychologie & Psychotherapie. Sie studierte Psychologie an der Universität Trier und war anschliessend als wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie Doktorandin an der Universität Zürich tätig (Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie). Ihre psychotherapeutische Ausbildung absolvierte sie an der Universität Bern. Sie ist Fachpsychologin für Psychotherapie FSP und verbindet fundierte wissenschaftliche Expertise mit langjähriger klinischer Erfahrung. Zusätzlich leitet Imke Knafla die Psychologische Beratungsstelle für Studierende und Mitarbeitende an der ZHAW. In dieser Funktion engagiert sie sich besonders für die Förderung der psychischen Gesundheit im Hochschulkontext.