Monitoring Kammmolch im Kanton Schwyz
Beschreibung
Der Nördliche Kammmolch (Triturus cristatus) gehört zu den prioritären Amphibienarten der Schweiz und wird auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft (Schmidt & Zumbach 2005; Borgula & Zuberbühler 2007). Als typische Art strukturreicher, gut besonnter Stillgewässer ist er auf ein funktionales Mosaik aus aquatischen und terrestrischen Lebensräumen angewiesen.
Habitatverlust, Gewässerveränderungen und insbesondere die Fragmentierung geeigneter Lebensräume haben schweizweit zu Bestandesrückgängen und zur Isolation von Populationen geführt (Meyer et al. 2009). Im Kanton Schwyz ist der Kammmolch auf wenige Vorkommen beschränkt, mit einem Verbreitungsschwerpunkt im Gebiet Lauerzersee–Sägel–Schutt (Amt für Wald und Natur Kanton Schwyz 2025).
Die dortige Population gilt als weitgehend isoliert, zeigt jedoch eine positive Bestandesentwicklung infolge gezielter Aufwertungsmassnahmen. Insbesondere die Neuschaffung und Pflege von Laichgewässern führte zu einer Zunahme besiedelter Gewässer sowie zu einer räumlichen Ausbreitung innerhalb des Gebiets (Borgula & Zuberbühler 2007).
Das Projekt eruiert die Fragen:
- In welchen historisch belegten Gewässern (Borgula & Zuberbühler 2007) ist der Nördliche Kammmolch aktuell nachweisbar und
- wie ist der Besiedlungsstatus ausgewählter neu geschaffener Gewässer?
Eckdaten
Projektleitung
Stellv. Projektleitung
Projektstatus
laufend, gestartet 05/2026
Institut/Zentrum
Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR)
Drittmittelgeber
Kanton Schwyz / Amt für Wald und Natur AWN