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Zürcher Hochschule
für Angewandte
Wissenschaften

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Entwicklung einer Methodik und deren Umsetzung zur Verarbeitung biometrischer Daten zur Untersuchung der menschlichen Leistungsfähigkeit

In der Luftfahrt und anderen Branchen sind menschliche Fehler die Ursache für die meisten Zwischenfälle und Unfälle. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist es notwendig, das Verhalten der Bediener zu verstehen.

Beschreibung

Um die Zuverlässigkeit des Menschen zu erhöhen, wurden Technologien entwickelt, die unzuverlässige menschliche Handlungen durch Automatisierung ersetzen. Dadurch übernimmt der menschliche Bediener die Rolle eines Überwachungskontrolleurs. Die Überwachung einer Maschine ist für einen Menschen jedoch eine schwierige Aufgabe, da die Aufmerksamkeitsressourcen schnell erschöpft sind, sodass die Überwachung an Wirksamkeit verliert, und da Maschinen äußerst zuverlässig sind, gibt es kaum etwas zu erkennen.

Zudem lassen die Fähigkeiten bei mangelnder Übung nach und sind im Falle eines Maschinenausfalls möglicherweise nicht in ausreichendem Maße abrufbar. Als Alternative könnte die maschinelle Überwachung des menschlichen Bedieners und das Feedback zur Situationswahrnehmung es ermöglichen, den menschlichen Bediener als aktiven Aufgabenmanager im System zu behalten, sofern Komplexität und Arbeitsbelastung dies zulassen.

Mit unserem Forschungsvorhaben beabsichtigen wir, Feedback in Trainings- und Betriebsumgebungen bereitzustellen, um menschliche Fehler zu identifizieren und zu bewältigen sowie individuelles und organisatorisches Lernen zu fördern. Dies würde es ermöglichen, den menschlichen Bediener in dieser Expertenrolle zu halten und das Wissen und die Fähigkeiten zu bewahren, die notwendig sind, um in Situationen, in denen die Automatisierung versagen sollte, Entscheidungen zu treffen und zu reagieren.

Zu diesem Zweck wird ein System entwickelt, das biometrische Daten und Simulatordaten zur Analyse und Visualisierung kritischer Leistungsaspekte erfasst und verarbeitet. In einem ersten Schritt wird das System für das „Evidence-Based Training“ in der Luftfahrt eingesetzt und weiterentwickelt. Dabei handelt es sich um ein neues Ausbildungsparadigma, das von der ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation) initiiert wurde, um die Kompetenzen und die Belastbarkeit von Piloten zu verbessern. Die Bewertung der Kompetenzen von Piloten wird durch objektives Leistungsfeedback unterstützt.

Mit den geeigneten technischen Werkzeugen zur Datenerfassung, -integration und -analyse können Ausbilder und Prüfer bei der Beurteilung von Kompetenzen durch objektive Leistungsindikatoren sowie bei der Nachbesprechung durch Visualisierungen unterstützt werden. Dies kann die Selbstreflexion der Auszubildenden über die Ursachen ihrer Leistung fördern. Zunächst wird dieses Tool in der Pilotenausbildung eingesetzt, kann jedoch auf andere Bereiche ausgeweitet werden.

Eckdaten

Projektleitung

Projektstatus

abgeschlossen, 01/2023 - 10/2023

Institut/Zentrum

Abteilung Maschinenbau, Energietechnik und Aviatik

Drittmittelgeber

Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen DIZH / DIZH Fellowship 2022

Projektvolumen

100 CHF