Evaluation Phase 2 des Projekts «beni»: Perspektive von Familien zur Nutzung der beni-App und der beni-Anlaufstelle
Qualitative Evaluation der Phase 2 des Projekts «beni» im Raum Winterthur. Untersucht werden Nutzung, Wahrnehmung und Zugänglichkeit der beni-App und der beni-Anlaufstelle aus Sicht von Familien unter besonderer Berücksichtigung von Barrieren und Unterstützungsbedarfen.
Beschreibung
Hintergrund
Das Projekt «beni» des Vereins peribass kombiniert eine digitale Selbsteinschätzung psychosozialer Belastungsfaktoren (beni-App, basierend auf dem KINDEX-Fragebogen) mit einer persönlichen Begleitung durch die beni-Anlaufstelle. Ziel ist es, Familien im Raum Winterthur während Schwangerschaft und früher Elternschaft frühzeitig, niederschwellig und bedarfsgerecht zu unterstützen.
Während Phase 1 der Evaluation die Perspektive von Fachpersonen analysierte, richtet sich Phase 2 ausschliesslich auf die Sicht von Familien. Damit wird eine zentrale Lücke geschlossen: die systematische Erfassung der subjektiven Nutzungserfahrungen, Zugangswege und Wirkungseinschätzungen des Angebots.
Ziele / Fragestellung
Phase 2 verfolgt das Ziel, die Nutzung und Wirkung des Projekts «beni» aus Perspektive von Familien zu verstehen.
Zentrale Fragestellungen
- Wie erleben Familien die Nutzung der beni-App und/oder die Begleitung durch die beni-Anlaufstelle?
- Welche Erwartungen bestehen vor dem Erstkontakt?
- Welche Barrieren oder Hürden zeigen sich beim Zugang (sprachlich, organisatorisch, emotional, digital)?
- Inwiefern wird das Angebot als niederschwellig, verständlich und vertrauenswürdig wahrgenommen?
- Welche subjektiven Wirkungen (z.B. Entlastung, Orientierung, Selbstwirksamkeit) beschreiben Familien?
Methode
Phase 2 folgt einem qualitativen Studiendesign.
- Durchführung von 4 leitfadengestützten Einzelinterviews mit Familien
- Einbezug unterschiedlicher Nutzungserfahrungen (App-Nutzung, Anlaufstelle, bewusste Nicht-Nutzung)
- theoriegeleitete Leitfadenentwicklung entlang des Consolidated Framework for Implementation Research (CFIR 2.0)
- Transkription und qualitative Inhaltsanalyse (Schreier)
- Kombination deduktiver (CFIR-basierter) und induktiver Kategorien
- Der Fokus liegt auf der kontextsensiblen Analyse von Zugangsbedingungen, Implementierungsbarrieren und subjektiv erlebter Wirkung
Eckdaten
Projektleitung
Heike Edmaier, Erika Dinkel (Peribass)
Projektpartner
Peribass
Projektstatus
laufend, gestartet 02/2026
Institut/Zentrum
Institut für Hebammenwissenschaft und reproduktive Gesundheit (IHG)
Drittmittelgeber
Peribass
Projektvolumen
9'340 CHF