Selbst·bestimmt: Mein Bedarf, meine Leistungen – Explorationsphase
Beschreibung
Mit der Umstellung auf die subjektorientierte Finanzierung werden Menschen mit Behinderungen in immer mehr Kantonen zu aktiven Gestalter:innen ihrer Unterstützungsleistungen. Für die kantonale Bedarfsermittlung müssen sie sich mit ihrem behinderungsbedingten Bedarf auseinandersetzen – eine anspruchsvolle Aufgabe, für die bisher geeignete Instrumente fehlen.
In einer Explorationsphase untersuchte das Projekt, ob und wie ein Tool Menschen mit Behinderungen bei dieser Auseinandersetzung unterstützen kann – und zwar vor dem Eintritt in das offizielle Abklärungsverfahren. Ein solches Tool soll einen geschützten Rahmen schaffen, in dem Personen zusammen mit ihrem Unterstützungsumfeld ihre Bedarfe, Wünsche und Möglichkeiten erkunden können, ohne dass bereits Entscheidungen getroffen werden müssen.
Das Projektteam führte zusammen mit mehreren Projektpartnern eine vierphasige Exploration durch: Nach der Entwicklung eines Nutzenversprechens und mehrerer Social Customer Journeys wurden 20 internationale Instrumente aus den Bereichen Unterstützte Entscheidungsfindung, Persönliche Zukunftsplanung und Kompetenzerfassung analysiert. In vier Stakeholder-Workshops mit insgesamt 22 Teilnehmenden – mehrheitlich Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen – wurden drei Gestaltungsalternativen diskutiert und bewertet.
Die Exploration bestätigt den eindeutigen Bedarf nach einem solchen Tool. Im Rahmen der Analyse konnten zentrale Designansätze identifiziert werden: Das Tool sollte modular anstatt linear aufgebaut sein, dialogisch und interaktionsfreundlich gestaltet werden, Raum für Vorläufiges bieten sowie Unterstützungsleistungen sichtbar und bewertbar machen. Das Projektteam setzt die Erarbeitung nun fort.
Eckdaten
Projektleitung
Co-Projektleitung
Projektteam
Projektstatus
abgeschlossen, 01/2025 - 12/2025
Institut/Zentrum
Institut für Sozialmanagement (ISM)
Drittmittelgeber
Stiftung