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Vorstudie zur Angebotsentwicklung für Kinder, Jugendliche und Familien der Stiftung St. Stephanus

Die Stiftung St. Stephanus hat in Rüschlikon ein Kompetenzzentrum für Kinder, Jugendliche und Familien neu aufgebaut. Eine Vorstudie klärte Bedarfe, identifizierte Angebotslücken und Innovationspotenziale und lieferte Empfehlungen für kurzfristige sowie nachhaltige, sozialraumorientierte Angebotsentwicklung und -erweiterungen.

Ergebnis

Die Ergebnisse der Vorstudie bildeten die Grundlage für die strategische Neuausrichtung der Stiftung St. Stephanus. Sie umfassten eine Übersicht des bestehenden Angebots, die Identifikation sozialer Lücken sowie deren Potenzial für die strategische Ausrichtung, konkrete Empfehlungen für zukünftige Angebote und Umsetzungsvorschläge für das Jahr 2025 unter Berücksichtigung des laufenden Architekturwettbewerbs und mit fachlichem Input dazu.

Die Neuausrichtung konzentriert sich nach einem Richtungsentscheid des Stiftungsrats auf den Schwerpunkt «Entlastung und Unterstützung für Familien». Die künftige Angebotsgestaltung kann sich gemäss den Empfehlungen der Vorstudie an fünf Leitprinzipien orientieren: spürbare Entlastung für Eltern und Kinder, erfahrbare Unterstützung im Alltag von Familien, die Nicht-Stigmatisierung von Familienproblemen, die Einbindung der «Caring Community» sowie die Barrierefreiheit, um inklusive Erfahrungswelten und eine zugängliche Willkommenskultur anzubieten.

Die Innovationskraft der Neuausrichtung soll dabei in der Kombination von Zielgruppen und entlastenden Angeboten liegen, bei denen Zugangsschwellen zu unterstützenden Leistungen abgebaut werden. Die vielfältigen Angebote für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern der Stiftung finden sich vor Ort und auf ihrer Webseite: www.nidelbad.ch.

Beschreibung

Zusammenfassung

Die Stiftung St. Stephanus verfolgt den Zweck, Menschen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven und Lebensräume zu bieten. Mit ihren vielfältigen Engagement in sozialen und diakonischen Projekten hat sich die Stiftung zum Ziel gesetzt, zu verbinden und Lücken in ihrem Sozialraum zu schliessen.

Mit ihrer Neuausrichtung am Standort Rüschlikon gründete die Stiftung ab 2025 ein Kompetenzzentrum für Kinder, Jugendliche und Familien, das einen pionierhaften Beitrag zur sozialen Versorgung leisten will. Das Projektteam des Instituts für Kindheit, Jugend und Familie wurde 2024 mit einer Vorstudie beauftragt, um die Stiftung bei der Gewinnung fundierter fachlicher Grundlagen, dem Identifizieren von Innovationspotenzialen und dem Erarbeiten von langfristig tragfähigen Entscheidungshilfen zu unterstützen.

Ausgangslage

Bis Ende 2028 etabliert die Stiftung St. Stephanus am Standort Rüschlikon ein umfassendes Kompetenzzentrum für Kinder, Jugendliche und Familien. Damit knüpft sie an ihre helfende Tradition an und verfolgt den Anspruch, soziale Lücken in der Versorgung zu erkennen und zu schliessen.

Das Gelände in Rüschlikon dient den Angeboten für Kinder und ihre Eltern, wobei Synergien mit laufenden Projekten der Stiftung und strategischen Kooperationen im Sozialraum eine zentrale Ressource sind. Für dieses komplexe Vorhaben, das Innovation und Sozialraumorientierung folgt, wurde das Institut für Kindheit, Jugend und Familie mit einer Vorstudie betraut, um Bedarfe und Angebotslücken im Einzugsgebiet zu klären und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

Die Ausrichtung basiert auf konzeptionellen Bezügen wie der Einbettung in bestehende Angebote, strategischen Partnerschaften und der etablierten «Caring Community», um Zugänglichkeit und Mitmenschlichkeit zu gewährleisten.

Ziele

Die Vorstudie zielte darauf ab, eine fundierte Beschreibung der Zielgruppenerreichung zu liefern sowie strategische Initiativen zu empfehlen. Dies sollte sowohl durch die Erkundung konkreter Möglichkeiten zur zeitnahen Angebotserweiterung (für 2025) als auch durch langfristige Planung zu einem nachhaltigen und innovativen Gesamtkonzept erfolgen (bis 2028).

Die Untersuchung fokussierte darauf, welche Versorgungslücken im bestehenden System vorhanden sind und welche Konzepte die festgestellten Lücken adressieren, während sie gleichzeitig eine hohe Passung zur Tradition, Vision und den vorhandenen Ressourcen der Stiftung aufweisen. Insbesondere sollte das Innovationspotenzial in den Feldern der frühen Förderung, familienunterstützenden Angeboten und intervenierenden Massnahmen ausgelotet werden.

Methodik

Die Vorstudie wurde in zwei Haupt-Arbeitspakete unterteilt, welche im Zeitraum von Juli bis Oktober 2024 erarbeitet wurden. Die Methodik zielte darauf ab, durch die Kombination aus Sozialraumanalyse und Expert:innengesprächen eine fundierte Basis für die Umsetzung zu schaffen und massgeschneiderte Lösungen zu entwickeln:

Arbeitspaket 1 – Sozialraumanalyse: Dieses Paket umfasste die Erfassung statistischer Kennzahlen und des sozialen Angebots im Bereich der Angebote und Hilfe für Kinder und ihre Familien in der Gemeinde Rüschlikon sowie den Nachbargemeinden. Die Analyse bezog relevante Perspektiven aus dem Einzugsgebiet mit ein und fokussierte auf die Rahmenbedingungen im Kanton Zürich sowie gewachsene Strukturen und Teilhabekulturen in Nahraum.

Arbeitspaket 2 – Interviews mit Expert:innen und Analyse: Im Rahmen dieses Pakets wurden Interviews mit 18 Schlüsselpersonen aus dem erweiterten Sozialraum durchgeführt, um die Fachperspektive zu erweitern und die Passgenauigkeit des Angebots zu erhöhen. Parallel dazu wurden gezielt zugängliche Daten zur Versorgungsplanung herangezogen und analysiert, um Gelingensbedingungen zu systematisieren.

Eckdaten

Projektteam

Projektstatus

abgeschlossen, 06/2024 - 12/2024

Institut/Zentrum

Institut für Kindheit, Jugend und Familie (IKJF)

Drittmittelgeber

Stiftung