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Wohnmodelle für Generationen: geplant, gebaut, gelebt

Wie lebt es sich in Wohnprojekten, die für das Zusammenleben verschiedener Generationen gemacht sind? An der Veranstaltung berichten Bewohnende Winterthurer Projekte sowie Fachpersonen von ihren Erfahrungen und diskutieren über Chancen und Herausforderungen.

Was ist aus den Ideen und Utopien dieser gemeinschaftlichen Wohnformen geworden, die schon vor geraumer Zeit erstmals skizziert wurden? In welcher Vielfalt präsentiert sich altersdurchmischtes Wohnen heute, wie gross ist sein Potenzial für die Zukunft? Und welches sind die architektonischen Besonderheiten und Voraussetzungen dafür?

  • In Winterthur entstand die «Gemeinschaft Hard» als eines der ersten schweizweiten Projekte ihrer Art schon in den 1980er-Jahren. Orientiert an gemeinschaftlichen und ökologischen Grundsätzen organisieren sich die Bewohnenden in der Form einer nicht-gewinnorientierten, selbstverwalteten Aktiengesellschaft. 
  • Die «Kanzlei-Seen» zeichnet sich u.a. durch die besondere Architektur aus, welche etwa mithilfe von «Cluster-Wohnungen» gemeinschaftliche Flächen auf dem gleichen Stockwerk ermöglicht.
  • Das «Mehrgenerationenhaus Giesserei» schliesslich verfügt über nicht weniger als 150 Wohneinheiten, organisiert sich selbstverwaltet in einem Hausverein und erfasst für das Gemeinwohl geleistete Stunden in einer «Zeitbank».

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns Einblick in diese vielfältigen Wohnformen zu nehmen und darüber zu diskutieren, wie Generationenwohnen das Zusammenleben prägt und weiterentwickeln kann.

Programm

Mehrgenerationenhaus in Bildern und Zitaten

Der grosse Traum eines sozialen Wohnprojekts wurde Realität dank vieler Frauen und Männer, die ehrenamtlich in Arbeitsgruppen, im Verein oder in der Baukommission mitgewirkt haben. Sie kommen in Zitaten zu Wort. Bilder erzählen von der Planung, Umsetzung und vom Alltag im Mehrgenerationenhaus.

Kurt Lampart, Bewohner Mehrgenerationenhaus Giesserei und Herausgeber des Buchs «Vom Traum zur Wirklichkeit» (edition 8, 2025)

Generationenwohnen: Entwicklung und Erfahrungen im Vergleich

In einem angewandten Forschungsprojekt wurden 19 Wohnprojekte aus der Schweiz dokumentiert und systematisiert. Das Forschungsteam hat sechs davon in einem Fallstudienbericht genauer beleuchtet. Neben der Dokumentation wurden auch Handlungsempfehlungen abgeleitet und ein Film produziert.

Dr. Eveline Althaus, Archijeunes, ehem. Projektleiterin und Initiatorin «Generationenwohnen in langfristiger Perspektive – von der Intention zur gelebten Umsetzung» am ETH Wohnforum

Alter(n) ernster nehmen – Eindrücke aus dem Schwellenland Schweiz

Ergänzend zur Umsetzung der Vision einer altersdurchmischten Gemeinschaftssiedlung ist die umfassend hindernisfreie Bauweise ein zentrales Element, damit ältere Menschen und Menschen mit einer Körper- oder Sinnesbehinderung möglichst lange, sicher und autonom an einem Ort wohnen können. Leider zeigen verschiedene gebaute Beispiele, dass dieser Aspekt oft im Laufe der Planung und Ausführung untergeht, weil das nötige Fachwissen nicht eingefordert oder eingebunden wurde oder andere Anforderungen höher gewichtet wurden. 

Felix Bohn, dipl. Architekt ETH, dipl. Ergotherapeut HF, zert. Gerontologe INAG, zert. Lichtdesigner SLG, Akustiker FHNW, Fachberater für alters- und demenzgerechtes Bauen und Wohnen

Ausschnitte aus dem Film «Generationenwohnen – Einblicke ins (Un-)Gewohnte»

von Leonie Pock und Stephan Hermann

Podiumsgespräch

Moderation

  • Katharina Fierz, Kernteam AGe+, Leiterin Institut für Pflege, ZHAW Departement Gesundheit
    Dieter Sulzer, Kernteam AGe+, Fachreferat Angewandte Gerontologie, ZHAW Hochschulbibliothek

Teilnehmer:innen

  • Elisabeth Vogel Diener, Bewohnerin Gemeinschaft Hard
  • Regula Bockstaller, Bewohnerin Kanzlei-Seen
  • Kurt Lampart, Bewohner Mehrgenerationenhaus Giesserei
  • Dr. Eveline Althaus, Archijeunes

Durchführung und Anmeldung

Die Veranstaltung findet online und vor Ort in Winterthur (ZHAW Hochschulbibliothek) statt. 
Zum anschliessenden Apéro sind alle Teilnehmenden herzlich eingeladen.

Vor der Veranstaltung bieten wir eine Führung durch den Gerontologie-Bestand und die Hochschulbibliothek an. Besammlungsort ist die Eingangshalle der ZHAW Hochschulbibliothek um 17.00 Uhr.

Zur Anmeldung für diese Veranstaltung

Datum

Von: 24. März 2026, 18.00 Uhr

Veranstalter

Fachreferat Angewandte Gerontologie, ZHAW Hochschulbibliothek
Turbinenstrasse 2
8401 Winterthur