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Freizeit – Nachtleben – Clubkulturen: Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung, Bedürfnisse und Trends (Clubkulturen)

Das Forschungsprojekt untersucht die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Nachtlebens und der Clubkultur für die Stadt Zürich sowie die Bedürfnisse von (potenziellen) Nutzer:innen. Darauf basierend sollen Visionen und Massnahmen für die Weiterentwicklung der Kultur der Nacht entwickelt werden.

Beschreibung

Clubs sind bedeutsam für das Nachtleben und die Freizeitkultur einer Stadt.

Sie stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar und leisten einen wesentlichen Beitrag

  • zur Belebtheit urbaner Zentrumslagen,
  • zu kultureller Diversität und
  • Lebensqualität.

Dabei haben sie einen bedeutsamen Einfluss auf die internationale Aussenwirkung einer Stadt. Zudem steht die eng mit Clubs verknüpfte Zürcher Technokultur seit 2017 in der UNESCO-Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz.

Die Musikkultur, Praxisformen des Musikmachens, des Tanzens und von Do-it-yourself-Karrieren von DJs stellen bedeutsame Faktoren des Kulturlebens dar, die trotz ihres Beitrags zu kultureller Innovation im Vergleich zu anderen Kultursparten wenig bis keine Förderung erhalten. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Perspektiven zukünftiger Generationen als Anspruchsgruppen der Kulturpolitik dar. Die Nutzung von Freizeitangeboten in Zentrumslagen stellt ein zentrales Bedürfnis von Jugendlichen dar. Hier tragen Nachtleben und Clubkulturen zu innovativen Formen für alle Nutzergruppen bei.

Seit 2018 sind die Herausforderungen gestiegen. Einige Bars und Clubs müssen schliessen und viele haben mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen: Der Pro-Kopf-Umsatz ist um 30 Prozent zurückgegangen. Die steigenden Miet- und Nebenkosten sowie pandemiebedingte Kredite, die bis 2027 zurückbezahlt werden müssen, erhöhen die Betriebskosten.

Die Zahl der Besucher:innen ist zwar seit 2018 durchschnittlich pro Club von 75'115 auf 83'278 angestiegen. Gerade jüngere Personen verfügen jedoch über weniger Geld und konsumieren weniger Alkohol, was den Prokopfumsatz reduziert. Zwei Drittel des Umsatzes werden dabei mit Getränken erzielt. Gleichzeitig nutzt rund ein Viertel weniger Gäste unter 25 Jahren und ein Drittel weniger Gäste über 40 Jahren Bar- und Clubangebote.

Methodisch basiert das Projekt auf einer Recherche zur wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung von Nachtleben und Clubkulturen, auf einer Online-Umfrage zum nächtlichen Freizeitverhalten sowie zukünftigen Potenzialen von Nachtleben und Clubkulturen.

Eckdaten

Projektleitung

Prof. Dr. Gabriela Muri Koller

Projektteam

Projektpartner

Stadt Zürich / Stadtentwicklung; Bar & Club Kommission Zürich; Gastro Stadt Zürich; Zürich Tourismus

Projektstatus

laufend, gestartet 06/2025

Institut/Zentrum

Institut für Kindheit, Jugend und Familie (IKJF); Institut für Delinquenz und Kriminalprävention (IDK)

Drittmittelgeber

Bar & Club Kommission Zürich; Zürich Tourismus; Gastro Stadt Zürich; Stadt Zürich / Stadtentwicklung

Projektvolumen

40'000 CHF