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From Supply Chain Data to Digital Twins: A GS1–AAS Interoperability Bridge

Dieses Proof-of-Concept entwickelt einen unidirektionalen Konverter von GS1-basiertem JSON-LD (GS1 WebVocabulary) zu AAS-Formaten. Es ermöglicht semantische Interoperabilität und unterstützt einen standardisierten domänenübergreifenden Datenaustausch zwischen Lieferkettendaten und digitalen Zwillingen.

Beschreibung

Wertschöpfungsketten in der Produktion basieren auf der fortschreitenden Aggregation von Komplexität: Rohmaterialien und einfache Komponenten werden beschafft, montiert oder weiterverarbeitet und so zu immer komplexeren Systemen zusammengeführt. Dieses Muster wiederholt sich in den höheren Stufen einer Wertschöpfungskette, etwa im Schienenfahrzeugbau, in der automobilen Zulieferindustrie oder im Maschinenbau. Dieselbe Komplexitätsaggregation zeigt sich auch in den zugehörigen Informationsflüssen.

Zulieferer in unteren Wertschöpfungsstufen – häufig KMU – möchten die von ihnen erfassten Daten mit ihren nachgelagerten B2B-Kunden teilen. Dabei nutzen sie meist einfache, webtechnologie-basierte Datenformate wie JSON-LD und Web-Vokabulare (z. B. schema.org, GS1 WebVocabulary), während in höherwertigen Fertigungsstufen deutlich komplexere Formate der Asset Administration Shell (AAS) zum Einsatz kommen.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt das Ziel, einen leichtgewichtigen, unidirektionalen Konverter (JavaScript-basiert und webbasiert) zu entwickeln, der GS1-basiertes JSON-LD in höherkomplexe AAS-Repräsentationen überführt. Dadurch können Lieferanten in unteren Wertschöpfungsstufen ihre Daten nahtlos in die Digital-Twin-Ökosysteme der fortgeschrittenen Fertigung integrieren. Der Konverter wird als Open-Source-Lösung bereitgestellt und bildet somit eine grundlegende „Stammzelle“ für zukünftige industrielle Anwendungen, die die erhebliche Komplexitätslücke zwischen einfachen und hochkomplexen Supply-Chain-Partnern überbrücken.

Konkret entsteht ein Werkzeug, das GS1-WebVocabulary-JSON-LD als Eingabe verarbeitet, den Nutzer nach zusätzlichen Angaben fragt, die für die Strukturierung der komplexeren AAS nötig sind, und anschliessend eine AAS-konforme Datei generiert. Auf diese Weise entsteht eine praxisnahe Interoperabilitätsbrücke, die einen standardisierten, domänenübergreifenden Datenaustausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützt.

Eckdaten

Projektleitung

Marcin Sadurski, Dominik Halbeisen (Verein GS1 Schweiz)

Co-Projektleitung

Projektpartner

Verein GS1 Schweiz

Projektstatus

laufend, gestartet 11/2025

Institut/Zentrum

Institut für Mechatronische Systeme (IMS)

Drittmittelgeber

Innosuisse Innovationsscheck

Projektvolumen

15'000 CHF