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Soziale Arbeit

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WBK Prävention sexualisierter Gewalt – Skills für wirksame Führung

Führungspersonen tragen Verantwortung, die Adressat:innen ihrer Angebote vor sexualisierter Gewalt und Mitarbeitende vor sexueller Belästigung zu schützen. Der Kurs vermittelt Skills, um Risiken zu erkennen, Schutzprozesse sowie Melde- und Interventionswege zu initiieren, zu steuern und nachhaltig zu verankern, die eigene Führungsmacht zu reflektieren und Präventionsfachstellen gezielt beizuziehen.


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Auf einen Blick

Abschluss:

Kursbestätigung Prävention sexualisierter Gewalt – Skills für wirksame Führung

Start:

10.01.2028

Dauer:

10./11.01.2028 und 17.01.2028, 3 Unterrichtstage (24 Kontakstunden)

Kosten:

CHF 1'200.00

Bemerkung zu den Kosten: 

Dieser WBK ist auch ein Wahlpflichtkurs des CAS Personalführung und Teamleitung (Praxisausbildung in der Sozialen Arbeit und Neu in der Führung).

  • CAS Personalführung und Teamleitung – Für CAS-Teilnehmende, welche diesen WBK als Wahlpflichtkurs besuchen, sind die WBK-Kosten im CAS-Preis inbegriffen.
  • Für CAS-Teilnehmende, welche diesen WBK zusätzlich zu den zwei gewählten Wahlpflichtkursen besuchen möchten, wird ein ermässigter Preis von Fr. 900.00 verrechnet, sofern der Kurs nicht ausgebucht ist.

Durchführungsort: 

ZHAW Soziale Arbeit, Campus Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich  (Auf Google Maps anzeigen)

Unterrichtssprache:

Deutsch

Unterrichtszeiten: 

08.45 bis 16.45 Uhr

Ziele und Inhalt

Zielpublikum

Der Kurs richtet sich primär an Führungspersonen sowie Mitglieder von Geschäfts- und Bereichsleitungen in Organisationen, die mit Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen oder anderen Personen in Abhängigkeitsbeziehungen arbeiten. Ebenfalls angesprochen sind Präventionsverantwortliche und Fachpersonen mit einem klaren Steuerungs- oder Koordinationsauftrag.

Die Teilnehmenden kommen insbesondere aus der Sozialen Arbeit, Bildung und Pädagogik, Gesundheit, Kinder- und Jugendarbeit, dem Kinderschutz, Sport, Kunst und Kultur sowie aus Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • kennen zentrale fachliche und rechtliche Grundlagen der Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt gegenüber Adressat:innen und bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und können daraus ihre Führungsverantwortung ableiten;

  • können die mit ihrer Funktion verbundene Macht, organisationale Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse und die Organisationskultur kritisch reflektieren und daraus Handlungsbedarfe ableiten;

  • erkennen organisationale Risiko- und Schutzfaktoren und können fachlich begleitete Risiko- und Bedarfsanalysen initiieren;

  • können die Entwicklung, Einführung und nachhaltige Verankerung passgenauer Schutzprozesse initiieren, steuern und die dafür erforderliche Begleitung durch Präventionsfachstellen/-expert:innen sicherstellen;

  • können klare Melde-, Beschwerde- und Interventionswege einführen, in Verdachts- und Krisensituationen ihre Führungsrolle wahrnehmen und rechtzeitig externe Fachberatung beiziehen.

Inhalt

Im Zentrum steht die Frage, wie Führungspersonen Schutzprozesse fachlich fundiert initiieren, steuern und nachhaltig in ihrer Organisation verankern können. Der Schwerpunkt liegt auf der Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt gegenüber Adressat:innen, insbesondere Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen und weiteren Personen in Abhängigkeitsbeziehungen. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wird als weiterer Bereich der Führungsverantwortung einbezogen.

Wirksame Prävention setzt neben geeigneten Strukturen und Verfahren eine Organisationskultur voraus, in der Macht reflektiert, Grenzen und Risiken angesprochen sowie Irritationen, Fehler und Beschwerden bearbeitet werden können. Führungspersonen prägen diese Kultur durch ihre Haltung, ihr Vorbild und ihren Umgang mit Kritik und Fehlverhalten entscheidend mit.

Führungsmacht und Organisationskultur reflektieren

  • Fachliche und rechtliche Grundlagen beider Handlungsfelder sowie daraus resultierende Führungsverantwortung

  • formale und informelle Macht, Abhängigkeitsverhältnisse sowie Möglichkeiten, Grenzen und Ambivalenzen von Führungsmacht

  • organisationale Dynamiken wie Loyalitäten, Tabuisierung, Schweigen und Abwehr, die Grenzverletzungen und Machtmissbrauch begünstigen

  • Führungsverhalten und Entwicklung einer Kultur der Achtsamkeit, Transparenz, Besprechbarkeit und des organisationalen Lernens

Schutzprozesse entwickeln, initiieren und steuern

  • organisationale Risiko- und Schutzfaktoren sowie strukturierte Standortbestimmung der eigenen Organisation

  • Funktion, Anforderungen und Initiierung fachlich begleiteter Risiko- und Bedarfsanalysen

  • Ziele, Bausteine und Qualitätsmerkmale wirksamer institutioneller Prävention

  • Führungsaufgaben und Erfolgsfaktoren in der Entwicklung, Einführung und nachhaltigen Verankerung von Schutzprozessen unter Berücksichtigung von Partizipation

  • Zusammenarbeit mit spezialisierten Präventionsfachstellen

In Verdachts- und Krisensituationen führen

  • Rechtliche Grundlagen, System der Opferhilfe und des Schweizer Kindes- und Erwachsenenschutz

  • Funktionen, Anforderungen und Aufbau von internen und externen Anlauf-, Melde- und Beschwerdestellen

  • Rollen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungs- und Interventionswege bei Meldungen und Verdachtsfällen

  • Umgang mit Loyalitätskonflikten, organisationalen Abwehrreaktionen und Verunsicherung

  • Führung, Kommunikation und Krisenmanagement und Grenzen organisationsinterner Bearbeitung und Schnittstellen zu externer Beratung, Opferhilfe und Kindes- und Erwachsenenschutz

  • Anforderungen und Bedeutung der Aufarbeitung

Methodik

Fachliche Inputs werden mit Fallarbeit, praktischen Übungen, Rollenspielen, Erfahrungsaustausch, angeleiteter Reflexion. Als roter Faden dient eine strukturierte Standortbestimmung der Prävention sexualisierter Gewalt in der eigenen Organisation, aus der die Teilnehmenden prioritäre Handlungsbedarfe ableiten.

Beratung und Kontakt

Veranstalter

Dozierende

Dr. Lea Hollenstein
Prof. Dr. Daniela Reimer
N.N., Expert:in aus einer Präventionsfachstelle

Anmeldung

Zulassungskriterien

Für diesen Kurs gibt es keine Zulassungskriterien.

Anmeldeinformationen

Es gelten die ZHAW-weiten Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Das Departement Soziale Arbeit erhebt bei einer Abmeldung mehr als 60 Tage vor Start der Weiterbildung eine Bearbeitungsgebühr: 

  • CHF 150.- für Weiterbildungskurse (WBK) und Microcredentials
  • CHF 250.- für CAS, DAS und MAS

Bei einer Abmeldung weniger als 60 Tage vor Start der Weiterbildung gelten die AGB.

Startdaten und Anmeldung

Start Anmeldeschluss Anmeldelink
10.01.2028 10.12.2027 Anmeldung

Downloads und Broschüre

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