Eingabe löschen

Hauptnavigation

Soziale Arbeit

CAS Dis-/Ability: UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen

Dieser CAS bietet einen umfassenden Überblick zur UN-BRK sowie zum Thema Behinderung und Inklusion. Er basiert auf den Forschungsresultaten der Disability Studies. Dieser Wissenschaftsansatz betrachtet Behinderung nicht als ein zu lösendes Problem, sondern fokussiert auf den Umgang der Gesellschaft mit Behinderung als Differenzkategorie. Durch die vermittelten Kompetenzen und Tools im CAS wird die Förderung von inklusiven Angeboten und Strukturen ermöglicht und die Umsetzung der UN-BRK vorangetrieben. Davon profitieren nicht nur alle Menschen mit und ohne Behinderung, sondern auch Organisationen und Bewegungen.

Info­veran­staltungen

Favoriten vergleichen

Auf einen Blick

Abschluss:

Certificate of Advanced Studies in Dis-/Ability: UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen (15 ECTS)

Start:

20.08.2026

Dauer:

20.08.2026 bis 22.05.2027, 20 Unterrichtstage (160 Kontaktstunden)

Kosten:

CHF 8'000.00

Durchführungsort: 

ZHAW Soziale Arbeit, Campus Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich  (Auf Google Maps anzeigen)

Unterrichtssprache:

Deutsch

Unterrichtszeiten: 

10.00 bis 18.00 Uhr (Pause:13.30 bis 14.30 Uhr)

«Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention erfordert fundiertes Wissen sowie konkrete Hilfestellungen»

Sylvie Johner-Kobi, Studienleiterin

Ziele und Inhalt

Zielpublikum

Der CAS wendet sich an Fachpersonen, die sich in ihren Organisationen mit der Umsetzung der UN-BRK beschäftigen und konkrete Projekte zur Umsetzung der UN-BRK initiieren, planen und umsetzen möchten bzw. müssen. Dies können Fachpersonen unterschiedlicher Hierarchiestufen sein, beispielsweise aus der Sozialen Arbeit, dem HR, dem Gesundheitswesen oder dem Diversity- und Gleichstellungsbereich. Zudem Fachpersonen: 

  • aus kantonalen und kommunalen Verwaltungen, die die Aufgabe haben, die UN-BRK in den Kantonen und Gemeinden umzusetzen. 
  • aus Unternehmen, die sich sowohl bezüglich ihrer Unternehmensstruktur als auch bezüglich der Produktentwicklung an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen respektive an den Vorgaben der UN-BRK orientieren wollen. 
  • von Behindertenorganisationen, NGOs etc., die die Umsetzung der UN-BRK in eigenen Projekten vorantreiben möchten. 
  • aus Institutionen, die ihre Angebote für Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-BRK ausrichten möchten. 
  • denen das Wissen dazu fehlt, inklusive Angebote im Bereich Wohnen, Dienstleistungen und Arbeit aufzubauen.

Ziele

  • Die Teilnehmenden haben ihr Wissen zur UN-Behindertenrechtskonvention erweitert und vertieft. 
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, eigene Haltungen zum Thema Behinderung zu reflektieren und haben die Kompetenzen erworben, eine menschenrechtliche Perspektive einzunehmen. 
  • Die Teilnehmenden haben ihre Handlungskompetenzen in Bezug auf eine praktische Umsetzung der UN-BRK erweitert. Zudem kennen sie Tools und können diese nutzen, was die partizipative Umsetzung von konkreten Projekten erleichtert. Dies insbesondere in Bezug auf die Themen Wohnen, Arbeiten, Partizipation sowie hindernisfreie Dienstleistungen. 
  • Die Teilnehmenden erhalten im CAS den Rahmen, um eigene Projekte oder Projektideen zu entwickeln, voranzutreiben und zu reflektieren. Die zahlreichen Perspektiven fliessen gewinnbringend in ihr eigenes Projekt ein. 
  • Die Teilnehmenden können nationale und internationale Praxisbeispiele als Ideen für eigene Umsetzungen nutzen.
«Der CAS ermöglicht Ihnen ein menschenrechtsbasiertes Handeln zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen»

Brian McGowan, Studienleiter

Inhalt

Modul 1: Grundlagen

In Modul 1 lernen die Teilnehmenden die UN-Behindertenrechtskonvention einführend kennen und diskutieren verschiedene Modelle und Konzepte von Behinderung und Inklusion. Dies vor dem Hintergrund der Disability Studies. Es werden gleichstellungsrechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung der UN-BRK behandelt. Abschliessend erwerben die Teilnehmenden Kenntnisse in Projektmethodik und entwickeln ihre eigenen Projektideen (z.B. Förderung von selbstbestimmtem Wohnen, inklusiven Arbeitssettings, hindernisfreier Kundenkontakt, partizipative Quartierentwicklung oder gleichstellungskonforme Personalrekrutierung). 

Modul 2: BRK-Umsetzungskompetenz

Modul 2 beginnt mit zwei einführenden Tagen, in welchen wir im Sinne eines Moot Court (MC) eine Gerichtsverhandlung nachspielen, bei welcher die CAS-Teilnehmenden die Sicht von verschiedenen Akteurinnen und Akteuren einnehmen. Danach stehen vier konkrete Themen im Fokus: Wohnen, Arbeiten, Partizipation und hindernisfreie Dienstleistungen. Bei diesen Schwerpunkten werden die UN-BRK-Vorgaben vorgestellt und mit dem Ist-Zustand in der Schweiz kontrastiert. Danach werden konkrete Tools und Handlungsanweisungen diskutiert, wie beim jeweiligen Lebensbereich die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefördert werden könnte. Anschliessend folgt ein gemeinsamer Austausch über eigene Projektideen, inkl. Moderation und Coaching durch Dozierende (Projektworkshop mit Coachingmöglichkeit). Am letzten Tag von Modul 2 erfolgt eine Exkursion zur UNO in Genf, um die Arbeit des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen kennenzulernen.

Modul 3: Best Practices und Abschluss

In Modul 3 wird das bisherige Wissen mithilfe des Rahmens der Critical Diversity Literacy integriert. Danach behandelt der CAS nationale und internationale Best Practices zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Das Modul schliesst mit einer Präsentation der eigenen Projektkonzepte der Teilnehmenden.

mehr zur Durchführung

Der CAS findet durchgängig im selben Raum im Toni-Areal in Zürich statt. Dieser Raum ist barrierefrei zugänglich. Damit bieten wir den optimalen Rahmen für den persönlichen Austausch, das Knüpfen von Kontakten und für gruppendynamische Prozesse. Ergänzend werden digitale Elemente zur Wissensvermittlung und zur Unterstützung des begleiteten Selbststudiums eingebunden – teilweise auch zeit- und ortsunabhängig. Aus Gründen der Nachhaltigkeit werden die Unterrichtsunterlagen in der Regel nicht ausgedruckt, sondern auf der Lernplattform “Moodle” zugänglich gemacht. Auf behinderungsspezifische Bedürfnisse wird, wo immer möglich, Rücksicht genommen. Unterlagen können bei Bedarf auch in anderer Form aufbereitet werden.

Methodik

Die Sicht der Betroffenen hat in diesem CAS ein besonderes Gewicht. Es werden verschiedene Fachpersonen mit Behinderungen als Dozierende einbezogen. Die Anwendbarkeit des erworbenen Wissens steht im Zentrum des CAS, insbesondere sichtbar in der Entwicklung eigener Projektideen. 

Ein breites Methodenspektrum unterstützt Lernprozesse: 

  • Impulsreferate und Theorieinputs
  • Erlebnisorientierter Zugang zum Thema Behinderung 
  • Austausch mit Fachleuten mit Behinderungen aus Praxis und Wissenschaft 
  • Moot Court: simulierte Gerichtsverhandlung in Teams 
  • Tandem- und Gruppenarbeiten 
  • Coaching durch Dozierende 
  • Selbststudium und Reflexion der eigenen Praxis 
  • Exkursionen 
  • Projektentwicklung

Beratung und Kontakt

Veranstalter

Dozierende

  • Herbert Bichsel
    Sozialarbeiter HFS, Philosoph und Unternehmer, ehemaliger Geschäftsleiter Behindertenkonferenz Stadt Bern, Co-Präsident von Sensability.ch
  • Theresia Degener
    Prof. i.R. Dr., Professorin für Recht und Disability Studies an der Evangelischen Hochschule Bochum, 2015 – 2024, Leiterin des Bochumer Zentrums für Disability Studies (BODYS) mit den Forschungsschwerpunkten: Disability & Gender Studies, Diskriminierungsschutz und Menschenrechte
  • Iris Glockengiesser
    Dr. iur., Dozentin an verschiedenen Hochschulen zu Behindertengleichstellungsrecht sowie langjährige Berufserfahrung in Verwaltung und Zivilgesellschaft
  • Pascal Güntensperger
    Ingenieur und Organisationsberater, langjährige Führungserfahrung im Profit- und Nonprofit-Sektor und in der Förderung einer inklusiven Unternehmenskultur
  • Martin Haug
    Pädagoge, Dozent, langjähriger Leiter Fachstelle Gleichstellung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen Kanton Basel-Stadt
  • Simone Leuenberger
    Grossrätin im Kanton Bern, Gymnasiallehrerin, Behindertenrechtlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Agile, Gastdozentin an verschiedenen Hochschulen, Fachhochschulen und Höheren Fachschulen u.a. zu Assistenz, Empowerment, Selbstbestimmung, Gleichstellung, Inklusion
  • Marcel Neininger
    Sozialarbeiter FH, Procap Zürich und Dozent für Sozialversicherungsrecht, ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe
  • Jonas Pauchard
    Interessenvertreter SZBLIND, Vorstandsmitglied iPunkt, Stiftungsratsmitglied Blindenschule Zollikofen
  • Kim Pittet
    Kommunikationsexpertin und Journalistin, Mitarbeiterin Kommunikation Inclusion Handicap
  • Anja Reichenbach
    Expertin Bedarfsprüfung GSI Kanton Bern, Sozialagogin, ehemalige Fachmitarbeiterin Projekte der Behindertenkonferenz Kanton Zürich, Dozentin an verschiedenen Hochschulen für Inklusion und Menschenrechte
  • Stefanie Rinaldi
    Prof. Dr. phil., Leiterin Institut für Fachdidaktik der Gesellschaftswissenschaften und Co-Inhaberin des UNESCO Lehrstuhls für Didaktik der Nachhaltigkeitswissenschaft und politische Bildung an der PH Luzern, Vorstand Sensability.ch
  • Martina Schweizer
    Martina Schweizer, Sozialwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf Inklusion und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, Co-Geschäftsleiterin der Behindertenkonferenz Kanton Zürich

Anmeldung

Zulassungskriterien

Voraussetzungen zur Zulassung zu unseren CAS

Anmeldeinformationen

Für sämtliche Weiterbildungsveranstaltungen gelten die ZHAW-weiten Allgemeinen Geschäftsbedingungen. 

Ergänzende Bestimmungen zu Abschnitt 9: Das Departement Soziale Arbeit der ZHAW erhebt bei einer Abmeldung bis 60 Tage vor Kurs- oder Studienbeginn folgende Bearbeitungsgebühren: 

  • CHF 150.- für Weiterbildungskurse (WBK)
  • CHF 250.- für MAS, DAS und CAS. 

Startdaten und Anmeldung

Start Anmeldeschluss Anmeldelink
20.08.2026 19.06.2026 Anmeldung

Downloads und Broschüre

Downloads

Broschüre