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ZHAW und SMC demonstrieren Potenzial der digitalen Automatisierung für die Schweizer Industrie

Am Medienanlass von SMC und der ZHAW School of Engineering wurde aufgezeigt, wie digitale Technologien die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie stärken. Im Fokus standen Entwicklungen rund um Smart Factory, Augmented Reality, den Digital Product Pass sowie KI-basierte Optimierung von Produktionsprozessen.

Der Medienanlass «Digitalisierung für die Industrie made in Switzerland» von SMC und der ZHAW School of Engineering zeigte, welchen Mehrwert die Digitalisierung der Schweizer Industrie bietet. Swissmem-Präsident Martin Hirzel eröffnete die Veranstaltung. Er betonte, dass digitale Transformation die Resilienz und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie nachhaltig stärke. Gleichzeitig wies er auf Herausforderungen wie volatile Märkte und steigende Anforderungen an Transparenz hin.

SMC: Digitaler Produktpass für 700’000 Produkte

Alessandro Grizzetti von der SMC Schweiz AG zeigte auf, wie das Unternehmen die enge Zusammenarbeit mit der ZHAW nutzt, um sich bei seinen Kunden als Technologiepartner zu positionieren. SMC und ZHAW arbeiten im Kompetenzzentrum für digitale Automatisierung unter anderem in folgenden Bereichen zusammen: Energieeffizienz, Predictive Maintenance, digitale Services, neue Geschäftsmodelle und Aufbau eines umfassenden Digital Twin Portfolios. Bis 2028 will SMC sämtliche rund 700’000 Produkte mit einem Digitalen Produktpass ausstatten. Diese digitalen Abbilder werden voraussichtlich im Zuge der EU-Regulatorik obligatorisch und sollen Kunden bei Effizienzsteigerungen und transparenten Lebenszyklusinformationen unterstützen.
Für die ZHAW bietet die Zusammenarbeit Zugang zu realen Industrieprojekten und direkten Herausforderungen aus verschiedenen Branchen. Dadurch gewinnen Forschungsteams zusätzliche Expertise und können Innovationen praxisnah entwickeln.

Mehrwert für Industriepartner

Auch Industriekunden wie Reishauer AG oder Prematic AG profitieren. Das Kompetenzzentrum fungiert für sie als Sparrings- und Forschungspartner. Die Reishauer AG, weltweit führend in der hochpräzisen Zahnradbearbeitung für die Autoindustrie, treibt die digitale Transformation ihrer Werkzeugmaschinen konsequent voran. Im Fokus stehen KI-gestützte Überwachungssysteme zur Verbesserung von Prozess- und Komponentenqualität sowie neue digitale Services wie die Kundenplattform myReishauer. Gemeinsam mit der ZHAW arbeitet Reishauer zudem an einem Pilotprojekt für einen Digital Product Pass, um zukünftige regulatorische Anforderungen effizient erfüllen zu können.

Prematic AG präsentierte das von Innosuisse geförderte Projekt «Doctor Chiller», das gemeinsam mit ZHAW, SMC und Ynovatec AG realisiert wird. Gezeigt wurde ein Temperiergerät, dass dank Augmented Reality Wartungsarbeiten stark vereinfacht. Anwender können Servicearbeiten selbst durchführen – ein entscheidender Faktor, um Stillstandzeiten und Kosten deutlich zu reduzieren.

Digitale vernetzte Fertigung nimmt Fahrt auf

Der Besuch bei Prof. Dr. Wernher van de Venn im Kompetenzzentrum verdeutlicht: Die Schweizer Industrie ist bereit für die digital vernetzte Fertigung. Maschinenbauer und Produktionsbetriebe nutzen neue Technologien gezielt, um Effizienz und Produktivität zu steigern und im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Auslöser für die zunehmende Digitalisierung in der Industrie ist neben den Bestrebungen für Produktivitätssteigerungen unter anderem der europäische Green Deal, der neue Anforderungen an Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Transparenz entlang der Wertschöpfungskette setzt. Schweizer Maschinenbauer und Produktionsbetriebe investieren deshalb verstärkt in digitale Lösungen – mit dem Ziel, Stillstandzeiten zu reduzieren, Wartungen zu automatisieren und Prozesse effizienter zu gestalten.

Über SMC Schweiz AG

SMC ist der weltweit führende Experte für pneumatische und elektrische Lösungen für die industrielle Automation. Seit 67 Jahren prägt SMC Trends in der Automationsbranche. Der Erfolg von SMC beruht auf intensiver Forschung und Entwicklung, kundennahem Engineering, hauseigener Produktion und einem unerreichten globalen Netzwerk.
Gegründet im April 1959 in Tokio, Japan, beschäftigt die SMC Corporation heute 23.000 Mitarbeitende in über 80 Ländern weltweit. Mit einem umfassenden Portfolio von mehr als 700.000 Produkten kann SMC praktisch alle Automatisierungsanforderungen erfüllen. Das Hauptportfolio umfasst: Pneumatische Antriebe, Geräte für die Druckluftaufbereitung, Wegeventile, elektrische Antriebe, Komponenten zur Flüssigkeitsteuerung, Temperiergeräte, Vakuumprodukte, Sensoren und Ionisatoren.
Als Tochtergesellschaft der SMC Corporation bedient die SMC Schweiz AG mit rund 120 Mitarbeitenden den Schweizer Markt. Mit dem Hauptsitz in Weisslingen (ZH), einem Verkaufsbüro in Yverdon (VD), und 10 Premium-Vertriebspartnern deckt es die gesamte Schweiz ab und bietet Dienstleistungen wie Engineering, Trainings, lokale Produktion und Lager.