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Soziale Arbeit

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Alternativen zu Jugendstrafen – Aktuelle Trends in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Fachgespräch

Der Ruf nach harten Strafen gerade auch im Umgang mit jugendlichen Straftätern wird länderübergreifend immer lauter. Das Fachgespräch soll Anlass sein, über diesen Trend zu sprechen und Raum für den Austausch über wirksamere Alternativen zu bieten.

Das Fachgespräch widmet sich der Frage, wie vor dem Hintergrund zunehmender Punitivitätsdiskurse und dem Ruf nach harten Strafen in der Gesellschaft tragfähige Alternativen zu Jugendstrafen weiterentwickelt und gestärkt werden können. Aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten, etwa zur Herabsetzung der Strafmündigkeit, zur Erhöhung von Strafmassen oder zur geschlossenen Unterbringung, bilden dabei einen Ausgangspunkt. 

Ziel der Tagung ist es, Fachpersonen aus drei Ländern zusammenzubringen und einen länderübergreifenden Austausch über bestehende und potenzielle Alternativen im Umgang mit Jugendkriminalität zu ermöglichen. Im Fokus stehen dabei nicht nur bewährte Ansätze und deren Entwicklungspotenziale, sondern ebenso neue Konzepte und Ideen. Das Fachgespräch möchte gezielt Impulse zur Weiterentwicklung von Alternativen setzen. Dabei wird diskutiert, an welchen Punkten des Jugendstrafrechts und der Intervention konkret anzusetzen ist. Dazu sollen auch die rechtlichen, institutionellen und fachlichen Grundlagen thematisiert werden, die für eine nachhaltige Implementierung von Alternativen erforderlich sind. Durch den internationalen Vergleich sollen Länderspezifika im Umgang mit Jugendkriminalität sichtbar gemacht werden. Dies ermöglicht ein vertieftes Verständnis unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen und professioneller Handlungskulturen. 

Das Fachgespräch richtet sich primär an Praktiker:innen aus den Bereichen Jugendstrafverfolgung und Intervention, aber ebenso an Wissenschaftler:innen aus diesem Themenfeld sowie sonstige am Thema interessierte Personen. Übergeordnetes Ziel ist es, Praktiken zu Alternativen zu Jugendstrafen kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam das Handlungsfeld weiterzuentwickeln.

Eckdaten

Eine gemeinsame Veranstaltung der ZHAW Soziale Arbeit, der Hochschule München, der Hochschule Campus Wien sowie INUAS

Programm

08.45 Uhr 

Begrüssung, Prof. Dr. Dirk Baier 

09.00 Uhr

Rechtliche Einordnungen und aktuelle punitive Tendenzen im Ländervergleich 

Anschliessend: Podiumsdiskussion, moderiert durch Prof. Dr. Dirk Baier

10.30 Uhr

Kaffeepause

10.45 Uhr

Vorstellung von Alternativen zu Jugendstrafen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

15-minütige Inputs der Projekte/Organisationen

Anschliessend: Fragerunde, moderiert durch Prof. Dr. Dirk Baier

Die sozialarbeiterische Perspektive

12.15 Uhr

Mittag und Möglichkeit weiterer Diskussion mit Projekten

13.45 Uhr

Podiumsdiskussion: Perspektiven Sozialer Arbeit auf aktuelle Entwicklungen

10-minütiges Eingangsstatement der Podiumsteilnehmenden

Anschliessend: Podiumsdiskussion, moderiert durch Prof. Dr. Caroline Steindorff-Classen

15.00 Uhr

Abschlussdiskussion des Fachgesprächs

Moderiert durch Prof. Dr. Miryam Eser

15.30 Uhr

Schluss und Nachmittagskaffee

Anmeldung

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