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Gewaltprävention bei besonders vulnerablen Betroffenengruppen häuslicher Gewalt (GbvG)

Intersektionale Analyse der Lebenssituation und Belastungen im Lebensverlauf gewaltbetroffener Menschen mit Behinderung, im Alter und LGBTQI*

Auf einen Blick

Beschreibung

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der ZHAW untersucht mit einer intersektionalen Perspektive die Vulnerabilität von Betroffenen von Gewalt im sozialen Nahraum.

Ausgangslage

Im Projekt steht die intersektionale Perspektive auf die Wechselwirkungen komplexer Ursachenkonstellationen bei Gewalt im sozialen Nahraum im Zentrum. Damit ist der Anspruch verbunden, Erkenntnisse zu den Wechselwirkungen der Risikofaktoren, der spezifischen Lebenslagen der Betroffenen und bedeutende Hürden, mit denen die verschiedenen sozialen Gruppen bezogen auf die Prävention, den Schutz und die Beratung konfrontiert sind, zu gewinnen. Der Nutzen des Projektes ist, dass fundierte und ausdifferenzierte Erkenntnisse zu komplexen Ungleichheitskonstellationen und deren Wechselwirkung mit weiteren Benachteiligungen, die sich für Gewaltbetroffene beispielsweise aus rechtlichen und sozialen Bedingungen im Wechselspiel mit weiteren Merkmalen ergeben, ermöglicht werden.

Im Projekt stehen Betroffene mit Behinderungen/Beeinträchtigungen, Betroffene im Alter sowie Betroffene der LGBTQI* Community im Fokus, da über dieBetroffenheit von Gewalt im sozialen Nahraum für diese Gruppen (Gewalt durch Partner*in, durch Eltern usw.) für den schweizerischen Kontext wenig bis kaum etwas bekannt ist (EBG 2020a).

Ziele

In Anschluss an die Istanbul-Konvention ist das Ziel des vorgeschlagenen Projekts die Schaffung von wissenschaftlichen Grundlagen für die Prävention von Gewalt im sozialen Nahraum. Dabei wird das Ziel verfolgt, das Wissen zu erweitern.

Im Projekt steht dabei im Zentrum die Befragung von Menschen mit Behinderungen/Beeinträchtigungen, älteren Menschen und LGBTQI* zu Gewalterfahrungen im sozialen Nahraum in Kindheit und Erwachsenenleben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf ihrer Lebenssituation, ihren (Mehrfach-)Belastungen und Diskriminierungen im Zusammenhang mit den Gewalterfahrungen, dem Unterstützungs- und Hilfesystem.

Methoden

Das Forschungsprojekt umfasst insgesamt fünf Module:

  1. Literaturanalyse und (Internet-)Recherchen
  2. Sekundäranalyse (Statistiken)
  3. Explorativ-Gespräche mit Expert:innen und Expert:inneninterviews
  4. Repräsentative Institutionsbefragung (Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigungen/Behinderungen, Institutionen spezialisiert auf Alter, Fach- und Beratungsstellen der LBGTQI* Community etc.)
  5. Vertiefende qualitative Interviews mit Betroffenen von Gewalt im sozialen Nahraum

Das Projekt wird finanziell unterstützt durch die Finanzhilfen Gewaltprävention des EBG.