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Finanzielle Anreize und die Altersvorsorge in der Schweiz

Auf einen Blick

Beschreibung

In Zeiten sinkender Renten wird die freiwillige private Altersvorsorge immer wichtiger. Die meisten Industrieländer setzen dafür steuerliche Anreize. Auch in der Schweiz bieten sich einige Möglichkeiten, bei der Altersvorsorge und beim Renteneintritt die Steuerlast zu reduzieren. Allerdings ist die Wirkung solcher Anreize auf das Sparverhalten aus theoretischer und empirischer Sicht umstritten.
Ein bekanntes Problem der finanziellen Anreize, die an die Steuerbelastung geknüpft sind, ist, dass sie für Haushalte mit tieferen Einkommen weniger attraktiv sind, da diese Haushalte oft keine oder prozentual viel weniger Steuern zahlen als Haushalte mit höheren Einkommen. Damit verfehlen die finanziellen Anreize gerade bei denjenigen Haushalten ihre Wirkung, für die eine freiwillige private Altersvorsorge am wichtigsten wäre.
Das vorliegende Projekt wird anhand von experimentellen Untersuchungen im Labor und im Feld verschiedene Lösungen für dieses Problem evaluieren. Insbesondere wird in diesem Projekt untersucht, inwiefern verhaltenswirtschaftswissenschaftlich-basierte Ansätze die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge unterstützen und bei der Gestaltung der Anreizmechanismen eingesetzt werden könnten. Um dieses Ziel zu erreichen wird zuerst untersucht, wann und weshalb die steuerlichen Anreize zur Förderung der freiwilligen Altersvorsorge ihr Ziel verfehlen könnten. Auf der Basis der gewonnen Erkenntnisse wird in einem zweiten Schritt evaluiert, wie die Wirkung der finanziellen Anreize gefördert werden kann und ob alternative verhaltenswissenschaftlich-motivierte Massnahmen geeigneter wären, um die Haushalte bei der Erreichung ihrer Vorsorgeziele besser zu unterstützen. Dabei wird evaluiert, weshalb die verschiedenen Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Altersvorsorge das Entscheidungsverhalten ändern. Dieses Verständnis ist für eine informierte und ethisch-motivierte Politik unabdingbar.
Das Projekt wird neue Einsichten dazu vermitteln, was Sparentscheidungen im Wege steht, wie die finanziellen Anreize gestaltet werden sollten, um ihre volle Wirkung zu entfalten und ob alternative Massnahmen geeigneter wären, um Haushalten mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen zu helfen, ihre Altersvorsorgeziele sicherer zu erreichen.