U6iK5: Organisationale Resilienz – handlungsfähig in der Zukunft
Das Modell der Organisationalen Resilienz stärkt Institutionen im Sozialbereich darin, auch in Zukunft nachhaltig handlungsfähig zu bleiben.
Seit der Pandemie ist deutlich spürbar: Krisen, Umbrüche und abrupte Veränderungen beeinflussen unseren Alltag – verstärkt durch digitale Entwicklungen wie die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz. Organisationen stehen vor einer zentralen Frage: Wie können sie in einer zunehmend ungewissen Zukunft handlungsfähig bleiben, ohne die Menschen zu erschöpfen?
Bisher lag der Fokus auf der individuellen Resilienz. So sehr diese ihre Berechtigung hat: Angesicht der aktuellen Dynamiken reicht die Bearbeitung auf der persönlichen Ebene nicht mehr aus. Organisationen als Ganzes müssen widerstandsfähiger und anpassungsfähiger werden.
Hier setzt das Konzept der organisationalen Resilienz an. Es sieht die Beibehaltung von Handlungsfähigkeit in fordernden Zeiten als systemische Aufgabe und erweitert den Blick hin zur bewussten, vorausschauenden Gestaltung von Strukturen. Zusammenarbeitskultur und Entscheidungslogiken werden so gestaltet, dass sie abrupte Veränderungen in der Umwelt frühzeitig wahrnehmen, adäquat reagieren und somit nachhaltig die organisationale Handlungsfähigkeit sichergestellt wird. Das bedeutet, eine wache und offene Haltung gegenüber dem Ungewissen zu kultivieren und Veränderungen als Teil der Realität zu sehen. Organisationen sind gefordert, Dynamik mit Stabilität auszugleichen und ihre Robustheit und Belastbarkeit zu stärken – etwa durch gezielte Redundanzen zur Sicherung von Handlungsspielräumen, durch Sinnhaftigkeit der Arbeit sowie mittels einer Fehlerkultur, die Grundlage einer lernenden Organisation sind.
Bei der Abendveranstaltung stellen die beiden Dozentinnen Marianne Hänseler und Francesca Tommasi das Modell vor und zeigen auf, wie es auf systemischer Grundlage die langfristige Handlungsfähigkeit auch in Zeiten des Wandels sicherstellt. Auf dem Podium diskutieren sie dann mit den zwei Führungspersonen Mandy Zeckra (Vizedirektorin und Abteilungsleiterin Wohnen und Gesellschaft AOZ) und Felix Gnehm (Geschäftsleiter Solidar Suisse), was das in der konkreten Anwendung bedeuten kann.
Moderation
- Marianne Hänseler, Institutsleiterin / Dozentin, ZHAW Soziale Arbeit
- Francesca Tommasi, Dozentin, ZHAW Soziale Arbeit
Referent:innen
- Mandy Zeckra, Vizedirektorin und Abteilungsleiterin Wohnen und Gesellschaft, AOZ
- Felix Gnehm, Geschäftsleiter, Solidar Suisse
Datum
Von: 29. September 2026, 18.00 Uhr
Ort
ZHAW, Campus Toni-Areal, Raum 3.K02
Pfingstweidstrasse 96
8005
Zürich
Veranstalter
ZHAW Soziale Arbeit
Pfingstweidstrasse 96
8037
Zürich