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WBK Arbeiten mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche, die in (teil-)stationären Einrichtungen oder Pflegefamilien betreut werden, haben oft Traumatisierungen erfahren. Traumatisierte Kinder sind aber teilweise auch in regulären Settings wie Schulen, Krippen, Horten oder Freizeitangeboten anzutreffen. In diesem Weiterbildungskurs werden Kenntnisse über die Hintergründe und Auswirkungen von Traumatisierungen und hilfreiche Methoden für das pädagogische Handeln vermittelt.

Auf einen Blick

Abschluss: Kursbestätigung Arbeiten mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Start: 11.09.2020

Dauer: 32 Kontaktstunden

Kosten: CHF 1'500.00

Durchführungsort: 

ZHAW, Departement Soziale Arbeit, Hochschulcampus Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich

Unterrichtssprache: Deutsch

Ziele und Inhalt

Zielpublikum

Fachpersonen der Sozialen Arbeit oder verwandter Disziplinen, die in stationären Einrichtungen oder anderen Settings mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen bzw. deren Familien beruflich (weiter)qualifizieren oder sich auf dieses Thema spezialisieren möchten.

 

Ziele

Die Kursteilnehmenden

  • kennen Ursachen und Hintergründe von Traumatisierungen sowie Traumafolgen und können diese erkennen
  • können Verhaltensweisen von traumatisierten Kindern und Jugendlichen verstehen und entspre-chende Interventionen daraus ableiten
  • können ein stabilisierendes pädagogisches Milieu gestalten
  • können betroffene Kinder und Jugendliche professionell und ressourcenorientiert unterstützen
  • kennen Massnahmen zur Selbstfürsorge und Selbstreflexion

Inhalt

Kinder und Jugendliche, die Gewalt und Vernachlässigung erlebt und dadurch Traumatisierungen erfahren haben, zeigen oft schwierige Verhaltensweisen, die für Fachpersonen der Kinder- und Jugendhilfe sowie für Lehrpersonen eine grosse Herausforderung darstellen. Zentrale Themen dieses Kurses sind das Fallverstehen, der professionelle Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen sowie die Gestaltung des pädagogischen Milieus.
Ausgehend von der Darstellung verschiedener Ursachen und Formen von Traumatisierungen werden auffällige Verhaltensweisen und Symptome als Traumafolgen beschrieben und mit Fallbeispielen und Videobildern aus der Praxis illustriert. Die Grundlagen des traumazentrierten Fallverstehens und der traumapädagogischen Diagnostik werden vermittelt. Von grosser Bedeutung für die psychische Stabilisierung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen sind die Gestaltung des pädagogischen Milieus und die Errichtung eines sicheren Ortes. Wichtig sind dabei die professionelle Haltung der Fachpersonen und die Ressourcenorientierung. Diese Themen werden sowohl auf individueller als auch auf Team- und Organisationsebene diskutiert. Das Wissen über traumatische Erfahrungen und ihre Folgen beeinflusst wesentlich den Erziehungsprozess, die Grundhaltung der Fachpersonen sowie den Beratungsprozess mit den Eltern betroffener Kinder. Für den Umgang mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien werden konkrete Methoden, Techniken und Instrumente wie z.B. für die Förderung von Ressourcen, Psychoedukation und Stressreduktion vermittelt. Themen bezüglich Selbstfürsorge und Psychohygiene der Fachpersonen als Schutz vor psychischer Überlastung sowie förderliche organisationale Rahmenbedingungen sind ebenfalls Teil dieses Wahlkurses.

Methodik

Die Inhalte werden im Plenumsunterricht vermittelt und in Kleingruppen vertieft.
Zum besseren Verständnis werden die theoretischen Inhalte mit Videobeispielen aus der Praxis illustriert. Gefördert werden ausserdem der fachliche Austausch zwischen den Teilnehmenden und der Praxistransfer anhand konkreter Fallbeispiele.

Beratung und Kontakt

Veranstalter

Dozierende

Marita Brümmer, Video-Home-Trainerin, Eylarduswerk, Bad Bentheim Deutschland
Barbara Los-Schneider, lic. phil. I, Dozentin ZHAW, Leiterin MAS Kinder- und Jugendhilfe

Anmeldung

Anmeldeinformationen

11./12./18./19. September 2020

Startdaten und Anmeldung

Start Anmeldeschluss Anmeldelink
11.09.2020 13.08.2020 Anmeldung