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Verletzlichkeit und Wohlbefinden von Kindern

Schweizer Kindheitsstudie zur globalen Forschung “Children’s Understandings of Well-Being – Global and Local Contexts”

At a glance

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Die Soziale Arbeit beschäftigt sich oft mit Kindern und Jugendlichen, die besonders verletzlich sind oder bereits verletzt wurden. Daher ist ein fundiertes Verständnis von Verletzlichkeit sowie von Wohlbefinden – gerade aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen – zentral für eine Soziale Arbeit, die sich für deren Schutz und Förderung einsetzt. Ihre Sichtweise ernst zu nehmen, bedeutet, Kinder und Jugendliche zu fragen, wie sie Well-being verstehen und erleben, was für ihr Wohlbefinden wichtig ist und was sie verletzlich macht.
Das Forschungsprojekt "Childhood Vulnerability and Children's Understandings of Well-being" untersucht, wie Kinder und Jugendliche Well-being und Vulnerabilität konzeptualisieren und erleben. Die qualitative Studie will die Bedeutungen von Wohlbefinden/Wohlergehen und Verletzlichkeit aus der Perspektive von Kindern rekonstruieren. Dazu werden verschiedene Dimensionen von Well-Being untersucht und auch danach gefragt, was Kinder aus ihrer Sicht verletzlich macht.

Das Ziel des auf mindestens vier Jahre angelegten Projekts besteht darin, die Perspektive der Kinder und Jugendlichen, die in ungleich prekären Lebenssituationen aufwachsen, zu untersuchen. Also Kinder und Jugendliche, die unterschiedliche biografische Vulnerabilitätserfahrungen gemacht haben, zu ihrer Sicht und ihrem Erleben von Well-being zu befragen und herauszufinden, ob und inwiefern sich ihre Perspektiven unterscheiden.
Die Studie wählt folglich einen sozialpädagogischen und kindheitstheoretischen Zugang und interessiert sich insbesondere für das Feld der Kinder- und Jugendhilfe. Daher werden Kinder und Jugendliche zwischen 8-14 Jahren in unterschiedlichen Angebotsstrukturen (Jugendtreffs, Gemeinschaftszentren, Tagesstrukturen, Heime) rekrutiert und eingeladen anhand vielfältiger Forschungsmethoden ihre Sichtweise darzulegen. Es werden neben verbalen Daten (Interviews und Fokusgruppen) auch visuelle Daten (Fotografien, Zeichnungen, Landkarten) erhoben und ausgewertet.

Das Schweizer Forschungsprojekt ist in drei Sprachregionen (Romandie, Ticino und Deutschschweiz) angesiedelt und Teil des weltweiten Forschungsverbunds zu «Children’s Understandings of Well-Being – Global and Local Contexts» (www.cuwb.org), an dem über 25 Länder beteiligt sind.


Fattore, T., Fegter, S., Hunner-Kreisel, C. (2019): Children’s Unterstandings of Well-Being in Global and Local Contexts: Theoretical and Methodological Considerations for a Multinational Qualitative Study. Child Indicators Research. Volume 12, 379-383.


Fattore, T., Fegter, S., Hunner-Kreisel, C. (Hg.) (2019): Special Issue on “Children’s understandings of well-being in global and local contexts: Qualitative approaches”. Child Indicator Research, 12(2)


Fattore, T., Fegter, S., Hunner-Kreisel, C. (Hg.) (2019): Special Issue on “Qualitative research on children's well-being across national and cultural contexts”. International Journal of Emotional Education, 11(1).


Fattore, T., Fegter, S., Hunner-Kreisel, C. (Hg.) (2021): Understanding Children's Concepts of Well-being. Challenges in International Comparativ Qualitative Research. Dodrecht: Springer VS, forthcoming.


Fattore, T., Fegter, S., Hunner-Kreisel, C. (2019). The Value of Qualitative Comparative Research for Quantitative Research on Children's Well-being: Methodological Reflections and Empirical Insights. In: Kutsar, D. (Hg.): Statistics Estonia.

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