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Architektur, Gestaltung
und Bauingenieurwesen

Der neue Berufsalltag von Bauingenieur:innen, die der Umwelt verpflichtet sind

Wenn belastbare Lösungen die ökologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen systematisch einbeziehen, betrifft dies den Berufsalltag unmittelbar. Ein wachsender Teil der Aufgaben liegt im Umgang mit dem Bestand: im Umbau, in der Weiterentwicklung und in der Transformation vorhandener Strukturen. Die Ausgangslagen sind häufig uneindeutig; vollständige Kenntnis über Materialität, Tragverhalten und Systemzusammenhänge ist nicht immer gegeben. Belastbarkeit entsteht hier im Prozess.

Wie gehen Bauingenieur:innen in der Praxis mit solchen offenen und mehrdeutigen Situationen um? Wie lassen sich zwischen Materialwahl und Konstruktionsweise begründete Abwägungen treffen, wenn weder die Ausgangslage eindeutig noch die «richtige» Lösung von Beginn an klar ist?

Wie entwickelt sich eine fachliche Intuition, die Iterationen zulässt und dennoch auf eine belastbare Lösung zielt? Wie wird mit Überraschungen umgegangen, die im Bestand häufiger auftreten als im Neubau? Worin liegt der spezifische ingenieurwissenschaftliche Ansatz im Umgang mit Unsicherheit und Abhängigkeiten?

Wie entsteht Verlässlichkeit unter diesen Bedingungen – und warum ist sie ein zentrales Gut? Welche Gesetzmässigkeiten prägen die Zusammenarbeit im Bestand, wenn Planung, Ausführung und Bestandssituation in enger Wechselwirkung stehen? Und welche Rolle übernimmt die Bauingenieurin, der Bauingenieur dabei – als Sparringpartner im Sinne eines fachlichen Gegenübers, das Argumente prüft, schärft und weiterentwickelt?

Datum

Von: 20. April 2026, 18.00 Uhr