Digitale Technologien in Entwurf und Fabrikation
Lehrprojekte
Reversible Designs, Seminarwoche HS25
Constructive Lounge, Wahlpflichtfach FS25
Collaborative Structure, Workshop, Future of Construction Symposium 2024
Regalsystem (Spatial System), Wahlpflichtfach FS24
Variable Objects, Wahlpflichtfach HS23
Open Source Design, Wahlpflichtfach FS23
Parametric Off-Cut Furniture, Wahlpflichtfach HS22
Reversible Designs
Seminarwoche HS25 in Kooperation mit Professur für Konstruktionserbe und Denkmalpflege und ETH HANGAR Innovation Park.
Im Rahmen der Seminarwoche findet ein Design-Build Workshop im Bestand am ETH-Hangar in Dübendorf statt, dessen Hallen und Werkstätten von studentischen Fokusteams für die Entwicklung von Innovationen im Bereich Mobilität, Robotik, Energie und Raumfahrtsysteme genutzt werden. Der asphaltierte Aussenraum vor den ehemaligen Flugzeughallen ist derzeit unmöbliert. Im Workshop vor Ort entwickeln die Teilnehmenden ein modulares, schattenspendendes Möbelsystem, das den vielfältigen Anforderungen und Wünschen der Nutzer:innen vor Ort gerecht werden soll. Die Teilnehmer:innen werden in die Grundlagen des Möbeldesigns eingeführt und erarbeiten im Dialog mit der Nutzerschaft ein flexibles Möbelsystem aus Rest- und Abfallmaterialien. Sie lernen den praktischen Umgang mit der innovativen Shaper Origin Hand-CNC-Fräse und entwerfen mit digitalen Fertigungstechniken moderne, reversible Holzverbindungen. Ziel der Seminarwoche ist es, ein Möbelsystem, unter Verwendung von rezyklierten Materialien, prototypisch im Massstab 1:1 herzustellen.
Studierende: Saro Aellig, William Boger, Tobias Bolt, Shania Bruder, Lucia Decalf, Sara Frei, Karin Gromann, Nils Hegi, Noah Hermle, Peer Hess, Frederic Holstein, Bettina Lehrer, Till Moosberger, Isabella Mündle, Max Orban, Viviane Seiz, Jael Spalinger, Julian Traugott, Joris Weiss, Antonia Maria Wutte, Margaryta Zimarina
Dozierende: Yves Ebnöther, Dominik Reisach, Clément Estreicher
Constructive Lounge
Im Eingangsbereich der Halle180 wird im Frühling eine neue Cafeteria-Lounge eingerichtet, ein Treffpunkt und sozialer Begegnungsort am Departement Architektur. Für die vielfältige und flexible Nutzung braucht es entsprechendes Mobiliar, das im Rahmen dieses Wahlpflichtprojektes entwickelt und prototypisch hergestellt wird. Untersucht werden u.a. folgende Fragen: wie wird mit flexibel einsetzbarer Möbilierung soziale Interaktion unterstützt? Welche Möbeltypologien sind relevant? Wie kann mit einfachen Mitteln ein hoher Sitzkomfort erzeugt werden? Und wie können digitale Prozesse kreativ genutzt werden, um aus Recyclingmaterialien hochwertige, zirkuläre Konstruktionen zu bauen?
Studierende: Leon Dahinde, Carlos Hermann, Babette Hofstette, Sandro Hossle, Jelena Huber, Gianna Nil, David Sándor Reisinger, Luana Saragoni, Nadine Schmid, Levi Schütz, Carmen Unterberger
Dozent: Yves Ebnöther
Assistenz: Sina Elmer (Werkstattunterricht), Sophia Ludwig
Gastreferent:innen: Prof. Fabian Scheurer (Hochschule München), David Jenny und Edurne Morales (ZHAW IBP)
Collaborative Structure
Participative Fabrication with Recycled Timber Through Digitally Augmented Processes. We invite participants to explore the interaction of manual craft and digitally augmented fabrication processes. In the workshop Collaborative Structure we will use the power of computational design to collaboratively develop and fabricate a parametrically controlled furniture design. This furniture is imagined as a functional bench consisting of a multitude of different elements connected through the same logic of timber-only connections. For this purpose, every participant will focus on the design and production of a single element extending the bench and connecting to its neighbors. As such, the final artefact will be the result of both individual and collaborative decisions that are directly executed through a participative fabrication process.
Team: Yves Ebnöther, Dr. Konrad Graser, David Jenny, Edurne Morales
Regalsystem (Spatial System)
Wie können aus rezyklierten Materialien mit Hilfe von digitalen Tools hochwertige, nachhaltige Konstruktionen realisiert werden? Dieser Frage gehen die Studierenden im Wahlpflichtprojekt «Regalsystem» ganz praktisch auf den Grund, in dem sie ein modulares Regalsystem entwerfen und bauen. Sie untersuchen dabei, wie mit digitalen Fertigungsprozessen heterogenes Abfallmaterial präzise verarbeitet werden kann und entwickeln innovative Verbindungsdetails, die leistungsfähig und gleichzeitig zirkulär sind. Als Ergebnis entstehen 1:1 Prototypen verschiedener räumlicher Strukturen, die als Regale, Ausstellungssysteme und Pavillons das Potenzial der digitalen Fabrikation im Kontext der Nachhaltigkeit demonstrieren und hoffentlich eine Idee davon vermitteln, wie auch in der Bauindustrie mit Abfallmaterialien nachhaltig gebaut werden kann.
Studierende: Jonas Berlinger, Viorello Capanni, Maxime Corbach, Sarina Erne, Celine Gantenbein, Andjela Jankovic, Donika Kuqi, Fadwa Louhichi, Gianluca Mezzi, Gabriele Muscaritolo, Ruben Pfanner, Xenia Rütsche, Johannes Senn
Dozent: Yves Ebnöther
Gastreferent:innen: Prof. Dr.-Ing. Silke Langenberg (ETH Zürich), David Jenny (IBP ZHAW), Christian Etter (etterstudio.com), Mirko Meznaric (vitsoe.com)
Variable Objects
Computerbasierte Entwurfs- und Fertigungsmethoden erlauben es, Objekte nicht mehr als fix definierte Formen zu konzipieren, sondern diese veränder- und anpassbar zu denken. So können Dinge an individuelle Nutzer:innenbedürfnisse oder auch an unterschiedliche Materialtoleranzen angepasst und in verschiedenen Ausführungen hergestellt werden. Die technische Grundlage hierfür bietet das parametrische Modellieren in CAD, doch es stellt sich dringend die Frage nach sinnvollen Regeln, um eine hohe gestalterische Funktionalität in allen Ausführungen zu gewährleisten. In einem explorativen Semester recherchierten die Studierenden bestehende Ansätze zu Mass-Systemen (Besuch der Modulor-Ausstellung im Pavillon Le Corbusier in Zürich) und setzten ihre Erkenntnisse in einer breiten Palette von Objekte um, von Schmuck, über Accessoires und Möbel bis zur raumwirkenden Installation.
Studierende: Maxime Corbach, Sarina Erne, Kai Guhl, Maysoun Hachem, Ken Huber, Jasmin Idrizi, Fredi Lattmann, Jan Moser, Gabriele Muscaritolo, Xenia Rütsche, Sandro Siracusa
Gastkritiker: Dr. Christoph Schindler
Kontakt: Yves Ebnöther
Open Source Design
Ausgehend von der Frage "wer sitzt mit wem, warum?" entwerfen Architekturstudierende in diesem Kurs eine "Sitzgelegenheit für drei". Ihnen steht dafür die gesamte digitale Fabrikationsinfrastruktur des Departementes zur Verfügung (CNC-Fräse, Lasercutter, 3D-Drucker), um das scheinbar wertlose Ausgangsmaterial (Reste, Abschnitte, Fundstücke) in hochwertige Prototypen zu transformieren. Konzeptionell gesucht ist ein offenes System, mit dem sich verschiedene Möbeltypen im Haus oder im öffentlichen Raum realisieren lassen. Die Daten einiger Projekte sind auf der Open-Source Plattform Thingiverse (www.thingiverse.com) hinterlegt und können umsonst heruntergeladen, angepasst und nachgebaut werden.
Studierende: Tobias Bühler, Bryan Cole, Leandro Curatolo, Lars Fent, Kaito Frei, Fabio Frick, Till Furer, Edmond Gashi, Andrej Hablützel, Jan Horvath, Dario Malgiaritta, Andrina Meissner, Endrit Memedi, Abidin Memeti, Dominik Mettler, Kevin Nicastro, Benjamin Odermatt, Simon Ott, Moritz Rinklef, Yanosh Simenic, Til Steiger, Jonathan Strazzella, Robert Tessadri
Mitarbeitende: Claus Troche
Kontakt: Yves Ebnöther
Parametric Off-Cut Furniture
Ausgehend von recyceltem Restholz aus dem Bauwesen entwerfen, konstruieren und bauen Architekturstudierende in diesem Kurs ein multifunktionales Kleinmöbel. Sie setzen sich dafür intensiv mit den Möglichkeiten digitaler Fertigung auseinander und nutzen zur Konzeption und Umsetzung ihrer Entwürfe die digitale Werkstattinfrastruktur des Departementes, insbesondere die neuen Shaper-Origins CNC-Hand-Oberfräsen. Ziel ist es, aus dem scheinbar wertlosen Ausgangsmaterial mit Hilfe von digital gesteuerten Werkzeugen hochwertige, funktional und ästhetisch überzeugende und innovative Produkte zu erschaffen. Selbstverständlich sollen diese zirkulär konzipiert sein und sich einfach wieder in ihre Bestandteile zerlegen lassen.
Das Projekt wird vom Digital Futures Fund (DFF) der ZHAW im Rahmen eines Lehrforschngsprogrammes unterstützt.
Studierende: Veronica Callà, Aleya El Sayed, Karim El Sisy, Till Furer, Andrej Hablützel, Fiona Hubler, Manuel Jeck, Simone Mahler, Matthias Ferdinand, Endrit Memedi, Abidin Memeti, Gionata Mesiano, Ejup Ramadani, Noè Rossetti, Nico Simone, Nils Suter, Nando Targise, Robert Tessadri
Mitarbeitende: Elias Binggeli
Projektpartner: Shaper Origin
Kontakt: Yves Ebnöther
Print Form
3D-gedruckte Gebäude haben in den letzten Monaten starke mediale Aufmerksamkeit erhalten. Vom Funktionsprinzip her den Druckern in unserer Digitalwerkstatt ähnlich, werden die Häuser von grösseren Anlagen Schicht um Schicht aufgebaut. Die Vorteile dieser Fertigung sind noch unklar, vorerst handelt es bei den realisierten Bauten um Demonstratoren. Was sich aber abzeichnet, ist, dass auch diese Art der Produktion spezifische Möglichkeiten im Bezug auf die (statische) Konzeption und die Formgebung, die Funktionalität, sowie auf die Oberflächengestaltung und die Anmutung bietet.
Die Studierenden untersuchen die Möglichkeiten (und Fragen) der additiven Fertigung im Team anhand eines konkreten Entwurfes für ein Sitzobjekt. Dafür nutzen sie von Anfang an digitale Werkzeuge (Rhino, 3D-Druck) für Formstudien und Prototypen. Die finalen Entwürfe werden im Massstab 1:1 aus Ton auf dem WASP-Keramikdrucker gedruckt. Ausgewählte Teile wurden in der offenen Werkstatt des Machwerks auf dem Sulzer Areal gebrannt.
Studierende: Severin Bargetzi, Marvin Franz, Jean Mathys, Simon Matthias, Gionata Mesiano, Severin Petrovic, Petta Nicola, Bleond Ramadani, Noè Rossetti, Jonas Schmid, Lisa Schmid, Selina Schönholzer, Ramon Spreiter, Nando Targise, Pascal Vollmar, Michelle Wüthrich, Nikola Zoric, Marco Zwingenberger
Mitarbeitende: David Jenny
Projektpartner: Machwerk
Kontakt: Yves Ebnöther
Haptische Interfaces
Digitale Technologien wie CAD oder 3D-Druck sind weit verbreitet. Wie kann man sie noch besser für die Gestaltung nutzen? Mit dieser und weiteren Fragen befassten sich die Studierenden des Bachelorstudiengangs Architektur im Herbstsemester 2021, und zwar anhand von Türgriffen.
Türgriffe und -drücker sind oft die ersten Berührungspunkte und Kontaktstellen mit einem Gebäude. Durch ihre Benutzung nehmen wir, in der Regel unbewusst, eine Vielzahl von Informationen auf. Im besten Fall erhalten wir durch die eingesetzten “haptischen Interfaces” – wozu neben Tür- auch Fenstergriffe, Handläufe oder dekorativ-funktionale Oberflächen zählen – Hinweise zur architektonischen Aussage eines Gebäudes.
Im Modul «Spezialfragen Modelling» im Bachelorstudiengang Architektur entwickelten die Studierenden im Herbstsemester 2021 eine Türklinke. Sie setzten sich dabei intensiv mit dem Thema Haptik in der Architektur auseinander und lernten verschiedene Designmethodiken sowie den phasengerechten Einsatz von Medien kennen und anwenden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der experimentellen Auseinandersetzung mit den gestalterischen Möglichkeiten digitaler Werkzeuge.
Studierende: Severin Bargetzi, Serafin Bogo, Imre Dobszay, Jasmin Gander, Philippe Hungerbühler, Lea Daria John, Sara Kanese, Lars Klemensberger, Kimberly Kramo, Gentianë Lumi, Jean Mathys, Simon Matthias, Lisa Schmid, Selina Schönholzer, Pascal Vollmar, Michelle Wüthrich
Projektpartner: ZHAW/IPP: Dr. Stefan Czerner, FSB: Wolfgang Reul und Martin Küpfer
Kontakt: Yves Ebnöther