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Architektur, Gestaltung
und Bauingenieurwesen

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Botschaft der Direktorin zum neuen Studienjahr

Offen denken. Gemeinsam gestalten. Zum Start ins Herbstsemester 2026 begrüsst Direktorin Oya Atalay Franck Studierende und Mitarbeitende des Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen und gibt einen Ausblick auf zentrale Entwicklungen im neuen Studienjahr.

Liebe Studierende, liebe Kolleginnen und Kollegen

Herzlich willkommen zum Herbstsemester 2026 – allen, die neu zu uns kommen, und allen, die unsere Schule in der Halle 180plus bereits mitgestalten. Hier verbindet sich eine lange Ausbildungstradition mit der Kraft, Neues zu entwickeln.

Die Halle lebt von Offenheit, direktem Austausch und lebhaften Diskussionen. Wir beziehen Position und lassen uns durch andere Sichtweisen herausfordern. Diese Kultur prägt unsere Haltung. Aus dieser Vielfalt entstehen neue Erkenntnisse und gemeinsame Vorhaben.

Interdisziplinarität braucht starke Disziplinen – und die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Deshalb vertiefen wir die fachlichen Grundlagen in Architektur und Bauingenieurwesen und bauen die Zusammenarbeit konsequent aus: zwischen unseren Studiengängen und über Departementsgrenzen hinweg.

Praxis, Lehre und Forschung geben einander täglich Impulse. Herausforderungen aus der Praxis prägen unsere Fragen; neue Erkenntnisse werden in der Praxis erprobt und weiterentwickelt.

Unsere drei Institute tragen diesen Austausch und prägen seit Jahren die Lehre, insbesondere das Masterstudium. Gestaltung ist dabei ein gemeinsames Querschnittsthema. Das Institut Urban Landscape (IUL) widmet sich dem Entwerfen und der nachhaltigen Entwicklung von Stadt und Landschaft. Das Institut Konstruktives Entwerfen (IKE) verbindet Entwurf, Material und Konstruktion mit Baukultur und dem Weiterbauen am Bestand. Das Institut Bautechnologie und Prozesse (IBP) arbeitet an ressourcenschonenden Bauweisen, Gebäudeenergiesystemen und digitalen Prozessen. Mit Forschungskooperationen, Publikationen und öffentlichen Veranstaltungen gestalten sie zugleich den fachlichen und gesellschaftlichen Diskurs mit.

Für mich bedeutet qualitatives Wachstum, Fortschritt nicht allein an der Zahl unserer Studienangebote oder Projekte zu messen, sondern an dem Wissen, das wir erarbeiten, an der Urteilskraft, die wir fördern, und an dem, was wir über die Schule hinaus bewirken. Als Direktorin trage ich die Gesamtverantwortung für die Qualität und Weiterentwicklung von Lehre, Forschung und Entwicklung, Weiterbildung und Dienstleistungen. In der ZHAW-Hochschulleitung bringe ich zugleich die Perspektive unserer Disziplinen in die Entwicklung der gesamten Hochschule ein.

Im Herbstsemester 2027 startet der MSc Integrierte Bau- und Energiesysteme. Seine Einführung bereiten wir jetzt vor. Die Erneuerung des Gebäudebestands braucht dringend Fachleute, die räumliche Qualität, Konstruktion, Material und Energie gemeinsam beurteilen können. Genau hier setzt der neue Studiengang an.

Auch unsere bestehenden Studienangebote entwickeln wir weiter. Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und die Transformation der gebauten Umwelt bleiben zentrale Aufgaben. Digitale Methoden und künstliche Intelligenz wollen wir erproben und kritisch beurteilen. Fachliche Urteilskraft und Verantwortung lassen sich nicht delegieren.

Die europäische Hochschulallianz EELISA eröffnet Perspektiven für Architektur und Bauingenieurwesen. Über EELISArch vertiefen wir die Zusammenarbeit zwischen Architekturschulen. Für das Bauingenieurwesen wollen wir neue Kooperationen aufbauen. Unser Ziel sind gemeinsame Lehr- und Forschungsvorhaben sowie Austauschmöglichkeiten für Studierende und Mitarbeitende.

Liebe Studierende: Nutzen Sie den Freiraum des Studiums. Stellen Sie Fragen, erproben Sie eigene Ansätze und begründen Sie Ihre Entscheidungen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen: Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Lernen und Forschen gelingen. Für Ihre Sorgfalt und Ihr Engagement danke ich Ihnen herzlich.

Gehen wir das neue Studienjahr mit Neugier, Anspruch und Zuversicht an.

Oya Atalay Franck

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