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Life Sciences und
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Forschungsgruppe Pflanzenverwendung

biodiverse und resiliente Vegetationssysteme für die Stadt

Pflanzen treten nicht einzeln auf, sondern als Teil eines Vegetationssystems. Vegetationssysteme wiederum sind nicht starr; sie verändern sich ständig. Eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielen Umweltfaktoren, die Pflanzenauswahl, die Pflanzenanordnung, das Substrat, die Pflege sowie die Verortung. Zwischen diesen Faktoren finden zahlreiche Wechselwirkungen statt.

Im urbanen Raum verändern sich die Bedürfnisse an Vegetationssysteme in Bezug auf Ästhetik, finanzielle Möglichkeiten und soziale Funktion. Ausserdem erfordern ökologische Ansprüche und Klimaveränderungen neue Begrünungsmethoden und ‑techniken. Die Herausforderung besteht darin, bezahlbare, biodiverse, funktionierende, ästhetisch hochwertige und klimaangepasste Vegetationskonzepte für den dynamischen urbanen Raum zu entwickeln. Hier setzen wir mit unserer Forschung an.

In Zusammenarbeit mit Fachverbänden, öffentlichen Institutionen, privaten Bauherren und dem Gewerbe werden Vegetationssysteme auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft und angepasst.

Themenschwerpunkte

Transdisziplinäre Biodiversitätsforschung
Massnahmen zur Verbesserung von Biodiversität entwickeln und belegen.
Projektbeispiel: Wildstauden-Mischpflanzungen zur Förderung der Biodiversität

Kurz-, mittel- und langfristige Vegetationssysteme (VS)
Ganzjährige, biodiverse, nachhaltige Begrünungen: Temporäre + Gehölzbetonte VS, bodengebundene Fassadenbegrünung, Staudenmischpflanzungen, Staudenhecken. Projektbeispiele: Biodiversität Grünflächen BBL; Ruderales Vegetations-System Pfingstweidpark; Staudenmischpflanzungen Gärten im Grüental; Mobiles Grün – Auslegeordnung

Stadtbäume der Zukunft
Analyse/Bewertung der Ökosystemdienstleistungen von Stadtbäumen. Stadtbaumdiversität, Stadtbaumvitalität, standortspez. Baumauswahl. Projektbeispiele: Stadtbäume der Zukunft – Vegetationstechnik in Zürich; i-Tree

Ressourcenschonende Substratentwicklung
Nachhaltige und recycelbare Substrate für urbane Vegetationssysteme.
Beitrag im Swissbau Blog: Hot in the City: Warum Städte schwitzen; Projektbeispiele: Strukturstabile Stadtbaumsubstrate für Zürich; Innovative Kohle aus Grüngut; Biokohle für Stadtbäume

Klimaregulierende Vegetationssysteme
Gezielt eingesetzte Vegetationssysteme entfalten bereits auf Quartierebene eine klimaregulierende Wirkung.
Projektbeispiele: i-Tree; Wirkungsmessungen Vertikalbegrünungen; Asphaltaufhebung zur Biodiversitätsförderung & Hitzeminderung

Partizipative Vegetations-Umsetzungsprozesse
Gärtnerische Prozesse als Anstoss für soziale Prozesse.
Projektbeispiel: Prozessleitung Sozialintegrativer Gemeinschaftsgarten

 

Pflanzen im Vergleich
Wahl der geeigneten Pflanzenart für spezifische Standorte; Staudensichtung, Verwendungssichtung, Kletterpflanzen im Praxistest.

Wechselfeuchte Vegetationssysteme (Regenwassermanagement, Schwammstadt-Prinzip)
Ästhetische, biodiverse, leistungsfähige, pflanzenbasierte Puffer- und Retentionssysteme für Sickerflächen in baulich verdichteten Stadträumen.

Resiliente Grünsysteme durch situationsangepasste Vegetationstechnik
Pflanzenvitalität und Stabilität durch differenzierte Pflege.
Projektbeispiele: ZAG – Zecken abwehrendes Grün
Glattpark-See im Opfikerpark

 

Angebot

Weiterbildung

Die Forschungsgruppe leitet folgende Weiterbildungsangebote.

Tagungen

Fachtagung Urbane Ökosysteme 2024 – Biodiversität fördern mit Wildstauden

Fachtagung Pflanzensysteme 2023 – Vegetationssysteme in der Schwammstadt

Schweizer Baumtagung 2022 – Stadtbäume im «Fieber»
Was tun, wenn unsere Stadtbäume unter Fieber und Sonnenbrand leiden?

Weitere Informationen zum Tagung Urbane Ökosysteme