Einbezug der Stakeholder bei der Beurteilung von Handlungsfeldern der gesellschaftlichen Verantwortung nach ISO 26000 in kleinen und mittleren Unternehmen

; (). Einbezug der Stakeholder bei der Beurteilung von Handlungsfeldern der gesellschaftlichen Verantwortung nach ISO 26000 in kleinen und mittleren Unternehmen. UmweltWirtschaftsForum, Published online, 08. April. 1-9. Peer reviewed.

Verschiedene Untersuchungen zeigen auf, dass Corporate Social Responsibility (CSR) bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit spezifischen Konzepten und Methoden anzugehen ist. Im Hinblick auf eine systematische und global gültige Umsetzung wurde die Norm ISO 26000 zur gesellschaftlichen Verantwortung entwickelt, der u. a. eine stärkere Verbreitung unter den KMU erreichen möchte. Eine der sieben Grundsätze der Norm fordert bei der Implementierung den Einbezug der Anspruchsgruppen, unter anderem bei der Auswahl der zu bearbeitenden Handlungsfelder. Bei der Implementierung in die Unternehmenspraxis stellen sich für KMU nicht zu unterschätzende Herausforderungen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden vier KMU bei diesem Implementierungsprozess begleitet. Im Vordergrund stand die Frage, welche unterstützenden Instrumente und Methoden für eine optimale Lösung dieser Herausforderungen nötig sind. Erste Ergebnisse im Hinblick auf den Einbezug von Stakeholdern zeigen, dass der Nutzen trotz anfänglichen Vorbehaltes seitens der Unternehmen als hoch eingestuft wurde und zwar gerade von Unternehmen, die aufwändige Formen gewählt haben. Bei der Wahl der Methoden haben sich durchweg Formen des persönlichen Austausches mit einer eher geringen Anzahl von Personen gegenüber breit angelegten schriftlichen Befragungen durchgesetzt. Eine große Herausforderung bestand darin, die Handlungsfelder von ISO 26000 den befragten Stakeholdern so verständlich zu machen, dass eine Gewichtung möglich wurde.