Evidence-Based Practice: Einstellungen, Kompetenzen und Barrieren bei Ergo- und Physiotherapeuten

; ; ; ; (). Evidence-Based Practice: Einstellungen, Kompetenzen und Barrieren bei Ergo- und Physiotherapeuten: Ergebnisse aus einer Kursevaluation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Schweiz. physioscience, 6/2010. 161-167. Peer reviewed.

Hintergrund: Vor dem Hintergrund der Akademisierung der Gesundheitsberufe gewinnt Evidence-based Practice (EBP) laufend an Bedeutung. Diese Entwicklung verändert das Arbeiten in der therapeutischen Praxis grundlegend.
Ziel: Die Arbeit verfolgte folgende Fragen: Welche Einstellungen haben Schweizerische Ergo- und Physiotherapeuten gegenüber EBP? Welche Barrieren nehmen sie im Alltag bei der Umsetzung von EBP wahr? Inwiefern kann ein Kursbesuch die Einstellungen beeinflussen bzw. eventuelle Barrieren abbauen?
Methode: 46 Ergo- und Physiotherapeuten, die am Kurs Reflektierte Praxis ? Wissenschaft verstehen teilnahmen, wurden mittels Fragebogen zu 2 Messzeitpunkten befragt.
Ergebnisse: Die Befragten waren bereits vor dem Kursbesuch offen gegenüber EBP. Als Hauptbarriere wurden fehlende Ressourcen und Kompetenzen genannt. Die Wiederholungsbefragung zeigte, dass die Selbsteinschätzung der Forschungs- und Informationskompetenz gestiegen ist und die wahrgenommene Barriere bezüglich fehlender Kompetenzen und Ressourcen abgenommen hat.
Schlussfolgerungen: Ein gesteigertes Selbstbewusstsein hinsichtlich Suche, Interpretation und Verstehen wissenschaftlicher Ergebnisse ist eine wichtige Voraussetzung für das evidenzbasierte Arbeiten. Sowohl individuelle Therapeuten als auch Arbeitgeber sind verantwortlich, die Umsetzung von EBP zu fördern.