Die Bedeutung von Schichtzugehörigkeit und sozialen Beziehungen für die Krankheitsverarbeitung

(). Die Bedeutung von Schichtzugehörigkeit und sozialen Beziehungen für die Krankheitsverarbeitung: Eine Untersuchung in drei soziokulturell unterschiedlichen Gruppen. Zürich: elektronische Dissertation.

Problem- und Fragestellung
Vor dem Hintergrund steigender Lebenserwartung und der damit verbundenen Zunahme an chronischen Erkrankungen ist das Forschungsinteresse an den Determinanten einer effektiven, also erfolgreichen Krankheitsverarbeitung gestiegen. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich Schichtzugehörigkeit und soziale Beziehungen auf die Krankheitsverarbeitung bei Menschen mit einer HIV-Erkrankung auswirken. Die Haupthypothese lautet, dass mit höherer Schichtzugehörigkeit eine verbesserte Einbindung einher geht, die die effektive Krankheitsverarbeitung fördert.


Methodik
Die Fragestellung wurde in drei soziokulturell homogenen Gruppen untersucht: Drogenkonsumentinnen (n=11), Drogenkonsumenten (n=14), homosexuelle Männer (n=48). Auf Grund der kleinen Stichprobengrössen sowie der ordinalskalierten und dichotomen Merkmale wurde mittels verteilungsfreien Verfahren nach signifikanten Zusammenhängen gesucht und das Signifikanzniveau auf 10% gesetzt.


Ergebnisse
Es zeigen sich teilweise grosse Unterschiede zwischen den Subgruppen. Die Haupthypothese wird in keiner Gruppe bestätigt.


Schlussfolgerungen
Der in der Forschungsgemeinschaft oft postulierte positive Zusammenhang zwischen schichtspezifischen resp. sozialen Ressourcen und effektiver Krankheitsverarbeitung muss differenziert werden.
Zahlreiche empirisch nachgewiesene Zusammenhänge können durch das Einnehmen der Berufsrolle oder der Partnerrolle erklärt werden. Somit wird die Möglichkeit, eine Berufs- oder Partnerrolle einzunehmen, zu einer Dimension der sozialen Ungleichheit, die den Zugang zu finanziellen und sozialen Ressourcen regelt.


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