MIKE - Medien, Interaktion, Kinder, Eltern

; ; ; ; ; ; (). MIKE - Medien, Interaktion, Kinder, Eltern: Ergebnisbericht 2015. Zürich: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Die MIKE-Studie hat das Mediennutzungsverhalten von in der Schweiz lebenden Kindern im Primarschulalter repräsentativ untersucht. MIKE steht für Medien, Interaktion, Kinder, Eltern. Zwischen Mitte September 2014 und Ende Januar 2015 wurden 1065 Kinder im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren und 641 Eltern in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz befragt. Die Resultate zeigen, dass Medienerfahrungen für Kinder Teil ihres Alltags sind und die grosse Mehrheit in medial reich ausgestatteten Haushalten auf wächst: Handy/Smartphone, Computer/Laptop, Internetzugang und Fernsehgerät sind in fast allen Haushalten vorhanden. Trotz des grossen Angebots digitaler Medien ist Spielen die am häufigsten ausgeübte Freizeitaktivität. Auch Hausaufgaben gehören zum Alltag der Kinder. Die Tätigkeiten Freunde treffen, Sport machen und etwas mit der Familie unternehmen werden etwa gleich häufig ausgeübt wie die häufigsten Medientätigkeiten: Musik hören, Fernsehen und Bücher lesen. Im Laufe der Primarschule verändert sich das Mediennutzungsverhalten und insbesondere Internet und Handy werden von den älteren Kindern häufiger genutzt. Obwohl viele Kinder noch kein Handy besitzen oder auch keines regelmässig nutzen, rangiert das Handy auf Platz eins der liebsten Medien der Kinder. Sowohl mit Fernseh- wie auch mit Internet-Inhalten machen Kinder deutlich mehr positive als negative Erfahrungen. Die MIKE-Studie beleuchtet neben der Mediennutzung der Kinder zahlreiche Aspekte im Spannungsfeld Familie und Medien. Eltern und Kinder beeinflussen sich in ihrer Mediennutzung gegenseitig und nutzen oft die gleichen Medien ähnlich häufig, ausser Videogames. Am meisten Sorgen machen sich Eltern bezüglich gewalthaltigen und pornografischen Medieninhalten.
Neben den globalen Analysen des Medien- und Freizeitverhaltens von Eltern und Kindern werden folgende Gruppierungsmerkmale berücksichtigt: Alter, Geschlecht, Sprachregion, Migrationshintergrund, sozioökonomischer Status (SoS), Bildung der Eltern, Urbanitätsgrad und Familiengrösse. Die MIKE-Studie liefert wissenschaftlich verlässliche und repräsentative Daten für Behörden, Institutionen und Privatpersonen, die sich mit Kindern beschäftigen.

Weitere Informationen und Downloads: www.zhaw.ch/psychologie/mike/