Feste Wortverbindungen und Phraseologie im Energiediskurs

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Prof. Dr. Ulla Kleinberger

Projektteam: Gianni De Nardi

Projektbeginn: 01.10.2015

Kurzdarstellung

Textbeiträge im Internet (Foren, Chats ...) unterliegen vielfach – vorerst noch – wenig standardisierten Normen: Je nach Themen, Beteiligten und Situation kann durchaus eine der Standardnorm ferneren Schreibweise realisiert werden. Dies geschieht sowohl in orthographischer, semantischer, syntaktischer, stilistischer und pragmatischer Hinsicht. Dabei verwenden die SchreiberInnen "Geflügelte Worte", Redensarten und Sprichwörter, beziehungsweise sprichwortähnliche Phänomene, um Themen einzuleiten, Gesichtspunkte hervorzuheben, aber auch textabschliessend als argumentative Stütze für oder gegen bestimmte Voten. Die sprachliche Realisierung von Normnähe bzw. Normferne kann von unterschiedlichen Faktoren abhängen, wie beispielsweise der Textfunktion und der Modalität. Gemein ist den Texten jedoch häufig eine (leichte) Varianz zu etablierten Bedeutungen, Strukturen und Funktionen und in bestimmten Zusammenhängen auch eine Verwendung neuer Konstruktionen.
In diesem Projekt zum "Energiediskurs" werden unterschiedliche Funktionen von Redensarten und Sprichwörter in entsprechenden Texten im Zentrum stehen, die in wenig normierter Textumgebung entstanden, medial übermittelt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Es soll verdeutlicht werden, mit welcher Leichtigkeit Varianten realisiert werden, die textkonstituierende Funktionen übernehmen können, welche Rolle Redensarten und Sprichwörter im interkulturellen, globalisierten medialen Kontext spielen und wie sie sprachübergreifend funktionalisiert werden.