Konzeption und Realisierung eines modularen Brückensystemes aus Faserverbundwerkstoffen (MBF)

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Prof. Josef Kurath

Projektteam: Giovanni Barbarani

Projektfinanzierung: KTI

Projektbeginn: 01.08.2000

Kurzdarstellung

Entwicklung eines modularen Brückensystems in Faserverbundtechnik.
Das Neue an diesem System besteht in der Verbindungstechnik. Erstmals werden Profile aus Glasfaserkunststoff (GFK) mit vorgespannten Kunststofffaserlamellen (CFK) zusammengehalten. Das System kommt dadurch ohne Montageklebung und Montageschraubung aus. Es ist im Ansatz zum Patent angemeldet. Das Brückensystem ist sehr flexibel in der Einsatzweise und kann sehr einfach an Zweitstandorte in anderer Form (Länge, Breite, Krümmung, etc.) eingesetzt werden.
Die so entstehende Brücke ist im Vergleich zu heutigen Brücken aus Faserverbundwerkstoffen sehr günstig, da die Materialien bezüglich ihren Eigenschaften optimal eingesetzt werden. Die Einsparung gegenüber heutigen FVK-Brücken liegt bei 20 – 70 %. Im weiteren werden wirtschaftlich optimale Querschnitte für den Biegeträger erarbeitet. Die heutzutage hauptsächlich eingesetzten Querschnitte wie Doppel-T-Träger, U- und Flachprofile eignen sich nicht für grosse Biegeträger.
Im Rahmen dieses Projektes wird in Winterthur im Auftrag der Stadt eine Brücke mit einer Spannweite von ca. 16 m erstellt. Die durch die angewandte Forschung erzielten Ergebnisse fliessen somit direkt in die Entwicklung eines realen Objektes. Die Zürcher Hochschule Winterthur hat bereits zwischen Dezember 1998 und März 1999 Vorversuche bezüglich der grundsätzlichen Machbarkeit des Systems durchgeführt.