Entwicklung einer Kollagenmatrix als Ersatz des patienteneigenen Bindegewebstransplantates

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Prof. Dr. Ursula Graf-Hausner

Projektfinanzierung: KTI

Projektbeginn: 01.03.2007

Kurzdarstellung

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer neuen und innovativen Matrix als Ersatz des autologen Bindegewebstransplantates für den dentalen Einsatz. Die Nachfrage nach einem solchen Biomaterial ist in verschiedenen Problemstellungen der zahnmedizinischen Praxis gegeben, wo ein massiver Volumenverlust des Zahnfleischgewebes zu physiologischen und ästhetischen Missständen führt. Als gebräuchliche Therapie wird gegenwärtig in den Defektbereich ein Stück patienteneigenes Bindegewebe transplantiert. Der Bindegewebsersatz soll dieses körpereigene Gewebe ersetzen.
Die Fähigkeit dieses resorbierbaren Biomaterials der Kompression durch das umliegende Gewebe zu widerstehen und somit eine optimale Matrix für die Regeneration des fehlenden Gewebes darzustellen, soll in in vitro und in vivo Studien nachgewiesen werden. Für die in vitro Untersuchungen wird die Matrix mit Primärkulturen humaner gingivaler Fibroblasten besiedelt und unter Bedingungen gehalten, die die mechanischen Belastungen einer geschlossenen Weichgewebswunde nachahmen. Analysen bezüglich des Volumenerhaltes des Biomaterials sowie die Expression des Phänotyps der Zellen in verschiedenen Differenzierungsstadien sollen die nötigen Erkenntnisse über die Qualität des Materials für den Einsatz in einer Weichgewebswunde geben. In vivo Studien im Tiermodell unter klinischen Bedingungen ermöglichen zudem Aussagen über die Bioverträglichkeit und das Verhalten des Materials (Akzeptanz, Integration, Volumen) im Gewebe, insbesondere auch im Vergleich zum autologen Transplantat