Schotter statt Grün – Freiraumgestaltung mit Nebenwirkungen?

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Doris Tausendpfund

Projektteam: Roman Berger, Daniel Bösch, Dr. Beatrice Kulli Honauer, Andreas Wörner

Projektfinanzierung: intern

Projektvolumen: 40'000.00 CHF

Projektbeginn: 01.06.2017

Beschreibung

Welche Auswirkungen hat der zunehmende Einsatz von Bruchsteinen und Geotextilien auf Boden, Biodiversität und Stadtklima?

Kurzdarstellung

Rasen- und Wiesenflächen, aber auch Begrünungen mit Sträuchern und Blütenstauden werden, sowohl in Privatgärten, als auch im öffentlichen Raum, häufiger durch teilversiegelte Schotter-, Splitt- oder Kiesflächen, mit wenig oder überhaupt keiner Vegetation, ersetzt. Kontrovers diskutiert wird dieser Trend bisher vor allem unter Fachleuten des Garten- und Landschaftsbaus (Kammermann & Messer 2017; Krieger 2016; Neumann & Ollig 2016; Mayer 2015; Richard, P. 2015; Wassmann 2013). Die Auswirkungen solcher «Steinbeete» auf Bodenstruktur, Edaphon, Grundwasser, Biodiversität und Mikroklima sind bisher kaum untersucht. Wir gehen jedoch davon aus, dass «Steinbeete» gegenüber bepflanzten Flächen nur einen Bruchteil der Ökosystemfunktionen übernehmen können. Durch das Fehlen von Oberboden mit vegetativem Bewuchs und das Einlegen eines Geotextils werden wichtige Ökosystemprozesse mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinträchtigt oder sogar unterbrochen. Ziel des Projektes ist es deshalb belegbare Fakten zu «Steinbeeten» und ihren Auswirkungen zu liefern und pflanzliche Alternativen zu entwickeln.