DBD Dirty Bomb Decontamination

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Thomas Hofmann

Projektteam: Thomas Hofmann

Projektfinanzierung: BABS

Projektvolumen: 400'000.00 CHF

Projektbeginn: 01.01.2014

ProjektpartnerInnen: Emmanuel Egger, Leiter Kernfragen Labor Spiez

Beschreibung

Untersuchung zur Migration von Cäsium Ionen in Baustoffen (Beton, Ton, Naturstein) nach Kernunfällen oder Nuklearen Anschlägen und deren Dekontamination mit adäquaten Mitteln zum geeigneten Zeitpunkt.

Kurzdarstellung

In der Schweiz haben in den letzten Jahrzehnten drei Kernunfälle (Lucens, Tschernobyl und Fukushima) die Bevölkerung für nukleare Katastrophen sensibilisiert. Hinzu kommt das Risiko einer Dirty Bomb welche an geeigneten Orten grosser Infrastrukturschäden und Panik verursachen könnte.
Mit den Projektresultaten wird eine erste Überprüfung der heute vorhandenen Methoden und Detergenzien möglich und eine Kinetik der Migration in verschiedene Substrate kann nach Witterung, Material und Orientation hergeleitet werden.

Im Facility Management wird nach EN 1522-1 unter der Disziplin "Gesundheit, Arbeitsschutz und Sicherheit" BCM (Business Continuity Management) als probate Strategie zur Planung und Sicherung der betrieblichen Kernprozesse bezeichnet. In der Schweiz werden seitens des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS im Labor Spiez zusammen mit der ZHAW Grundlagen zur Migration von Cesium 137 Ionen in Baustoffe sowie deren Dekontamination erforscht.
Im über mehrere Jahre laufenden Forschungsprojekt werden verschiedene Kontaminationsmethoden entwickelt. Als Vergleich dienen Modelsprengungen mit Nitropenta und anschliessende kontrollierte Bewitterungen in einer Klimakammer.
Nach trockener Extraktion wurden die Proben mittels Diamantschneiden trocken gesägt, gemahlen, mittels Mikrowelle aufgeschlossen und mit ICP/MS auf Cäsium analysiert.

Mittels der erhaltenen Werte kann sich die Gesellschaft besser und zielgerichteter auf nukleare Unfälle und Anschläge vorbereiten. Durch die Überprüfung der verschiedenen Dekontaminationsmittel können für künftige Beschaffungen Empfehlungen gemacht werden: das Projekt untersuchte als erste Forschergruppe die Effizienz der marktüblichen Mittel hinsichtlich ihrer Wirkung auf Cäsium.

Detaillierte Informationen erhalten Sie bei den Projektpartnern.