Erasmus+: Integrierte Lese- und Schreibförderung im Fachunterricht der beruflichen Bildung

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Prof. Dr. Joachim Hoefele, Prof. Dr. Liana Konstantinidou

Projektteam: Chantal Weber

Projektfinanzierung: Erasmus+

Projektbeginn: 01.09.2015

Kurzdarstellung

Lese- und Schreibkompetenzen sind nicht nur wichtige Voraussetzungen zur Teilnahme am beruflichen und gesellschaftlichen Leben, sondern auch Grundlage zur Teilhabe an der demokratischen Gesellschaft. Mangelhafte sprachliche Kompetenzen sind nicht zuletzt auch Ursachen für Schul- und Ausbildungsabbrüche, Chancenungleichheit, Armut und soziale Ausgrenzung (vgl. Ziele Europa 2020). Die Förderung der Lese- und Schreibkompetenzen findet deshalb europaweit verstärkt Beachtung (ELINET und Council of European Union 2012). Das vorliegende Projekt einer integrativen Lese- und Schreibförderung in der beruflichen Bildung nutzt Transfereffekte zwischen den beiden Kompetenzbereichen, da es sich von der Förderung rezeptiver und produktiver Schriftsprachkompetenzen (Lesen und Schreiben) einen nachhaltigeren Lerneffekt verspricht. Als primäre Zielgruppe wird auf die Lernenden fokussiert, die häufig über nur wenige Werkzeuge und Strategien zum Erschliessen und Schreiben von Texten verfügen. Fachliches Lernen aber ist ohne ausreichende Lese- und Schreibkompetenzen nicht möglich. Die sekundäre Zielgruppe stellen die Lehrenden aller Unterrichtsfächer in der beruflichen Bildung dar, die durch ein Rahmenkonzept der integrierten Lese- und Schreibförderung bei der Förderung dieser Kompetenzen ihrer Lernenden unterstützt werden.

PROJEKTZIELE

• Lernende (primäre Zielgruppe): - Unterstützung beim Erwerb und Ausbau der Lese- und Schreibkompetenzen
• Lehrende (sekundäre Zielgruppe): -Vermittlung von nachhaltig und integrativ angelegten Sprachförderkompetenzen in den Bereichen Lesen und Schreiben und der Kompetenzen zur Einschätzung des individuellen Bedarfs der Lernenden in allen Fächern.

• Bedarfserhebung
• Bereitstellung eines Rahmenkonzeptes der integrierten Lese- und Schreibförderung gemäß vorliegenden wissenschaftlichen, theoretisch-didaktischen und unterrichtspraktischen Erkenntnissen.
• Entwicklung und Erprobung von Unterrichtseinheiten und -materialien.
• Evaluation
• Bereitstellen von „good-practice“ Beispielen.

Das Konsortium vereinigt Partner aus einer Hochschule (ZHAW), Lehrerfortbildungsinstitutionen und beruflichen Schulen. Damit sind Aspekte der Angewandten Wissenschaft, der professionellen Lehrendenfortbildung und der Umsetzung im Unterricht optimal berücksichtigt. Beteiligt sind Partner aus folgenden Ländern: Deutschland, Schweiz, Polen, Rumänien, Estland, Niederlande.