Ökobeichtstuhl

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Isabel Jaisli, Matthias Stucki

Projektteam: Dr. Petra Bättig-Frey, Lea Eymann, Sabine Frei, Ennio Mariani, Rahel Meier, Dr. Urs Müller

Projektvolumen: 190'000.00 CHF

Projektbeginn: 01.01.2015

ProjektpartnerInnen: Gebert Rüf Stiftung

Weiterführende Informationen: http://www.grstiftung.ch/de/portfolio/projekte/alle/y_2014/GRS-051-14.html

Beschreibung

Ein innovatives Scientainment-Konzept zur spielerischen Umweltsensibilisierung und Vermittlung von Handlungskompetenzen für ein umweltfreundliches Verhalten

Kurzdarstellung

Das Leben hält Verführungen bereit, die jeden einmal zu einer kleineren oder grösseren Sünde hinreissen lassen. Doch was sind die wirklich ökologisch relevanten Sünden, was bewirken sie, und was kann jeder einzelne tun, um diese zu vermeiden und somit zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen? Der Ökobeichtstuhl ist ein innovatives Scientainment-Konzept zur lustvollen Sensibilisierung eines breiten Publikums. Ziel ist es das Publikum auf unterhaltsame Weise und mit einem Augenzwinkern für umweltschonendere Verhaltensweisen im Alltag (Bereiche Ernährung, Mobilität, Wohnen, Konsum etc.) zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wie diese wirkungsvoll umgesetzt werden können.

Mit dem «Ökobeichtstuhl» soll ein neuer Weg des Transfers von ökologischen Handlungskompetenzen begangen werden. Scientainment wird hierbei als Ansatz gewählt, um einen niederschwelligen Zugang zu den komplexen Themen der Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Der Ökobeichtstuhl soll als interaktives Tool auf unerwartete und humorvolle Art motivieren, das eigene Tun zu hinterfragen und Alternativen aufzeigen, welche ökologisch verträglicher sind.

Zentrales Element ist der Ökobeichtstuhl selbst als eine spielerisch gestaltete, begehbare Box, welches Neugier weckt. Dieser soll nach seiner Entwicklung auf eine Roadshow gehen, um möglichst viel Besucher zu erreichen. Primär werden hierbei Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen, die sich bislang wenig mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt haben. Der Besucher wird beim Betreten des Ökobeichtstuhls ermuntert, auf einem Touchscreen eine Ökosünde zu wählen. Eine Comicdarstellung visualisiert die Umweltprobleme der gewählten Sünde auf eine amüsante, lustbetonte Art und soll motivieren sich weiter mit der Anwendung zu befassen. Nach der Auswahl einer Sünde empfiehlt das Programm eine gute Tat zur Anregung. Diese entspricht im Umfang der Umweltbelastung ungefähr der Auswirkung der Sünde. Auch die gute Tat ist humorvoll visualisiert. Eine Postkarte als Giveaway mit dem Comic der gewählten Tat und der berechneten Umweltinformationen motiviert, diese auch in die Realität umzusetzen.

Durch die automatisierte und wissenschaftliche Berechnung der Umweltwirkung verschiedener Öko-Sünden sowie verschiedener „guter Taten“ erwerben die Besucher die Fähigkeit, die Dimension der Umweltwirkungen ihres persönlichen Alltagsverhaltens einzuschätzen und zu reflektieren. Das Ziel ist erreicht, wenn Besucher aufgrund der lustvollen Unterhaltung durch den Ökobeichtstuhl sich spielerisch mit möglichen Umweltfolgen von Alltagsentscheidungen befassen und in Zukunft vermehr nachhaltigere Entscheidungen treffen