Entwicklung eines IT-gestützten Assessmenttools und eines entsprechenden Einführungshandbuches für relevante Facility Management-Prozess-Applikationen im Spital auf Basis eines adaptiven Referenzmodells

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Nicole Gerber

Projektteam: Prof. Dr. Alfred Angerer, Prof. Dr. Alex de Spindler, Prof. Dr. Susanne Hofer, Viola Läuppi

Projektfinanzierung: KTI

Projektvolumen: 600'000.00 CHF

Projektbeginn: 01.01.2015

ProjektpartnerInnen: Deloitte, SAP (Schweiz) AG

Kurzdarstellung

AUSGANGSLAGE
Der sich verstärkende Kostendruck und die verlangte Wettbewerbsfähigkeit zwingen Spitäler, insbesondere auch die Supportprozesse im Hinblick auf Effizienz und Produktivität zu optimieren. Mittlerweile wird den Verantwortlichen der Einfluss im Bereich Facility-/Infrastructure Management, welcher alle nicht-medizinischen Supportprozesse (ohne Management Support und Patienten Management) beinhaltet, mit einem Anteil von einem Drittel der Kosten bewusst. Damit die FM-Prozesse abgebildet und Verbesserungen messbar gemacht werden können, sind abgestimmte Informationssysteme und eine entsprechende Finanzstruktur notwendig. Da viele Spitäler bereits einzelne Standard-IT-Systeme - meist SAP - in den administrativen Prozessen im Einsatz haben, besteht nun eine grosse Nachfrage nach Anbindungen resp. umfassenden IT-Lösungen für die Supportprozess-Applikationen; insbesondere auch darum, weil Spitäler momentan bis zu 100 Insellösungen im Supportbereich implementiert haben. Diese stellen jedoch sowohl informationstechnisch wie auch organisatorisch grosse Herausforderungen für eine übergreifende Optimierung dar. So können Informationen aus solchen Insel- oder Berufsgruppen-fokussierten Lösungen meist nicht übergreifend für Führungs- und Steuerungsprozesse verwendet werden. Darüber hinaus ist insbesondere eine übergreifende Abbildung des Werteflusses (Zeit, Finanzen, Ressourcen) quasi unmöglich und Medienbrüche führen zu inkonsistenten und inkorrekten Daten. Momentan fehlt es also nicht nur an einer umfassenden IT-Lösung für den gesamten FM-Bereich auf dem Schweizer Markt, es fehlt generell an einer Good Practice Gesamtübersicht von FM-Applikationen in Spitälern. Der Bedarf an Optimierungsmöglichkeiten in den FM-Prozessen durch die übergreifende und IT-unterstützte Koordination von Supportprozessen wie auch an Realisierungsmöglichkeiten zur Steigerung von deren Effizienz & Effektivität ist also hoch.

ZIEL DES PROJEKTES
• Schaffung einer Grundlage für Transparenz in Bezug auf generelle Verbindungen zwischen IT und FM-Services in Schweizer Spitälern
• Entwicklung von generellem Good Practice-Ansatz für integrierte Lösungen
• … dadurch zukünftig effektivere und effizientere Anbindung von IT-Applikationen im Bereich FM in Schweizer Spitälern
• … und Grundlage für bessere Kostentransparenz
• Kennzahlenmodell zur Führung von FM im Spital
• Die Supportdienstleistungen IT und FM sollen als Enabler die Grundlagen der Spitäler der Zukunft dienen

GEPLANTES ENDERGEBNIS
• Adaptives Referenzmodell zur systematischen Evaluierung und Optimierung von IT Systemen innerhalb der relevanten FM-Prozesse in Spitälern
• Erarbeitung von SAP Best Practice Lösung „FM in Spitälern“ für Häuser, welche FM an ihre bestehenden SAP-Lösungen anbinden wollen
• Spitäler erhalten für die relevanten FM-Prozesse konkrete, anbieterunabhängige Good Practice Ansätze in Bezug auf Implementierung der FM-Applikationen in Abstimmung mit ihrer bestehenden Software-Landschaft