NFP 68 - Die Rolle der Bodenbewirtschaftung für Antibiotikaresistenzen

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Dr. Brion Duffy, Dr. Theo H.M. Smits

Projektteam: Dr. Elena Gómez Sanz

Projektfinanzierung: SNF, NFP 68

Projektbeginn: 01.07.2013

Weiterführende Informationen: http://www.nfp68.ch/D/Seiten/home.aspx

Beschreibung

Protecting soil as a safe resource: Antibiotic resistome metagenomics and impact of land use on resistance dynamics

Kurzdarstellung

Böden stehen im Verdacht, Quelle von Antibiotikaresistenzen zu sein. Dies ist speziell der Fall für Böden, auf denen Gülle ausgebracht wird. Obwohl bisherige Studien auf sehr wenige Gene und Standorte beschränkt waren, haben sie eine Verbindung zwischen Böden und Gesundheitsrisiken aufgezeigt. Dringend erforderlich ist deshalb ein vertieftes Verständnis des im Boden vorhandenen Resistenzpools – zum einen in Zusammenhang mit den mikrobiellen Gemeinschaften, zum andern mit den Umgebungsbedingungen, die die Fülle von Resistenzgenen beeinflussen.

Das Projekt will für Böden, die für die Schweizer Landwirtschaft typisch sind, die Vielfalt der Antibiotikaresistenzen beschreiben und die Auswirkungen der Bewirtschaftungsmethoden auf die Resistenzdynamik bewerten. Dazu entwickelt das Forschungsteam Sequenzierungsmethoden für die Gesamt-DNA des Bodens mit dem Ziel, das Metagenom jeweils für konventionelle und biologische Landwirtschaft sowie natürliche Ökosysteme festzuhalten. Methoden der Bioinformatik ("bioinformatic mining") sollen ermöglichen, das Erbgut der Resistenzen zu identifizieren und die genetischen Varianten sowie die Herkunft aufzuzeigen. Das Team untersucht zudem den Einfluss von Bodeneigenschaften und Bodenveränderungen auf die Vielfalt und Entwicklung der Antibiotikaresistenzen.

Das Projekt wird eine wichtige Wissenslücke im Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen im Boden schliessen und damit einen Beitrag zur Antibiotikapolitik leisten.