Multiplikatoreffekte und Added Value von FM Services

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Daniel von Felten

Projektteam: Prof. Dr. Christian Coenen, Mirjam Pfenninger, Doris Waldburger

Projektbeginn: 01.10.2011

Kurzdarstellung

Die Steigerung der Arbeitsproduktivität und der Arbeitsleistung ist seit den Anfängen der Betriebswirtschaft (Scientific Management) eines der wichtigen Themen für Unternehmen. Zu Beginn fokussierte man sich in erster Linie auf die Optimierung der Arbeitsprozesse (Analyse der Arbeitsprozesse, Ergonomie, Leistungslohn), auf Fragen rund um Motivation und Führung. Seit der „Value Chain“ von M. Porter stehen die primären wertschöpfenden Aktivitäten im Zentrum. Die Supportprozesse werden vor allem als Unkostenfaktor betrachtet, die auf das Notwendigste und Kostengünstigste beschränkt werden sollen. Der Auswirkungen der Support-Prozesse auf die primären/wertschöpfenden Prozesse ist man sich weitgehend nicht bewusst.
Nur einzelne Unternehmen nutzen bisher das leistungsunterstützende Potential von Support-Prozessen (z.B. Google versucht seine Mitarbeitenden maximal zu unterstützen, damit sich diese vor allem mit ihrer Kerntätigkeiten beschäftigen können).
Gegenwärtig gibt es zahlreiche Forschungen zum Thema Arbeitsproduktivität/Arbeitsleistung. Diese betrachten allerdings nur einzelne Aspekte (Einfluss des Raumklimas auf die Arbeitsleistung oder Einfluss des Lichts auf die Arbeitsleistung, Einfluss von Störungen/Unterbrechungen auf die Arbeitsleistungen). Es fehlen Untersuchungen, welche den Beitrag der Supportprozesse für die primären Aktivitäten zum Gegenstand haben, insbesondere für die FM Supportprozesse.
Die Kernfrage dabei ist, ob die Ausgabe von 1 CHF in FM Services eine Produktivitätssteigerung von mehr oder weniger als 1 CHF bewirken, respektive ob das Verhältnis von Support- zu Primäraktivitäten 1:1 ist oder ob wie hier vermutet, die FM-Services diesbezüglich eine Multiplikatorfunktion einnehmen.
Im Rahmen dieses Vorprojektes sollen diesbezüglich bereits empirisch erhobene Daten von über 7\'000 Fach- und Führungskräften in der Schweiz differenzierter ausgewertet werden mit dem Ziel, die grössten Potentiale in Bezug auf den Multiplikatoreffekt nach den einzelnen FM Services sowie nach den Unternehmens- und Nutzertypen zu eruieren, welche für das weitere Projekt geeignet wären. Diese Erkenntnisse sind gezielt mit qualitativen Methoden sowie mit der Zusammenarbeit von Praxispartnern (Unternehmen/Industriepartner) zu vertiefen. Es ist beabsichtigt, aus den Praxispartnern in einem weiteren Schritt mindestens je ein Unternehmen mit der Rolle als FM Kunden/Nutzer und FM Dienstleister für die Eingabe eines Forschungsförderungsgesuches (z.B. KTI) zu gewinnen, damit einerseits die vermuteten Potentiale (Produktivitätssteigerung durch FM Services) weiter untersucht und andererseits konkret erschlossen werden können.