Orthoptera-App und Wiki

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Matthias Riesen

Projektteam: Jürg Schlegel

Projektfinanzierung: SNF AGROA und Kofinanzierung Stiftung Mercator

Projektbeginn: 01.02.2013

ProjektpartnerInnen: http://www.orthoptera.ch/

Kurzdarstellung

Das Projektteam „Orthoptera-App und Wiki“ (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW Wädenswil sowie Heuschreckenexperten von orthoptera.ch) entwickelt eine Smartphone-Applikation zur Bestimmung von Heuschrecken und baut eine Webseite mit umfassenden Portraits aller 106 Schweizer Heuschreckenarten auf.

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Heuschrecken sind gute Indikatoren, um den Zustand oder den ökologischen Wert eines Lebensraumes zu beurteilen. Das Wissen über die Verbreitung der Arten ist jedoch mangelhaft, und ausserhalb einer überschaubaren Expertenrunde erfahren sie kaum Aufmerksamkeit. Mit der neu entwickelten Smartphone-Applikation (kurz App), möchten wir die Art-Bestimmung der Heuschrecken in der Schweiz mittels kombinierbarer Merkmale grundlegend vereinfachen und somit für interessierte Laien und jüngere Generationen zugänglich machen. Einzigartig ist die Kombination aus verschiedenen Medien wie Bild, Ton sowie Videomaterial, was in den traditionellen Produkten bisher technisch ausgeschlossen war. Anhand der Portraits erfahren die Nutzer viel Wissenswertes über jede Art, können Bilder und Zeichnungen betrachten sowie unterschiedliche Gesänge anhören. Gesichtete Arten können mit einem “digitalen Notizheft” erfasst sowie für die Weiterverarbeitung exportiert und an eine zentrale Datenbank gesendet werden. Der Datenpool wird dadurch signifikant vergrössert und es können Wissenslücken im Bereich der Biodiversitätsforschung geschlossen werden.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Das Projekt, mit den beiden Kommunikationsmodulen „Webseite“ und „App“, soll das erarbeitete Wissen über die Heuschrecken vermitteln. Die Webseite soll die Öffentlichkeit sensibilisieren und dient als Datengrundlage für die App. Mit der App wird das Wissen mobil. Die Nutzerinnen und Nutzer können Daten über die Arten sammeln und diese an die zentrale Fauna-Datenbank senden. Es entsteht ein Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.