Förderung der allgemeinen Schreibkompetenz an Berufsschulen

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Prof. Dr. Joachim Hoefele, Prof. Dr. Liana Konstantinidou

Projektteam: Sebastian Dieterich, Prof. Dr. Otto Kruse

Projektfinanzierung: SBFI

Projektvolumen: 296'700.00 CHF

Projektbeginn: 01.06.2012

ProjektpartnerInnen: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB, Stiftung für Alphabetisierung und Grundbildung Schweiz SAGS

Beschreibung

Prozessorientierte Schreibdidaktik zwischen Deutsch als Muttersprache (DaM) und Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Kurzdarstellung

Im allgemeinbildenden Unterricht an Berufsschulen findet sich ein hoher Anteil an Lernenden mit Migrationshintergrund. Sie werden in der Regel nach Richtlinien und Methoden unterrichtet, die für einsprachige bzw. deutschsprachige Lernende gedacht sind, und von Lehrpersonen, die für den muttersprachlichen Deutschunterricht ausgebildet sind.

Im Rahmen des Projekts Förderung der allgemeinen Schreibkompetenz an Berufsfachschulen Prozessorientierte Schreibdidaktik zwischen DaM (Deutsch als Muttersprache) und DaZ (Deutsch als Zweitsprache) wurde ein Konzept der prozessorientierten Schreibdidaktik entwickelt, das Mutter- und Zweitsprachendidaktik, Schreib- und Sprachförderung, miteinander verbindet.

Zur Umsetzung und Evaluation des Konzepts fand eine schreib- bzw. sprachdidaktische Inter-vention mit Pre- und Posttests und eine Follow-up-Erhebung statt. Die Ergebnisse zeigen mittlere Effekte der Intervention auf die Schreibkompetenz. Die Lernenden der Experimentalgruppe verglichen mit der Kontrollgruppe haben sich in ihrer allgemeinen Schreibkompetenz unmittelbar nach der Intervention verbessert. In Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Interventionseffekte lässt sich zwar eine positive, aber keine signifikante Entwicklung der Schreibkompetenz zwischen dem Post- und Follow-up-Test in der Experimentalgruppe feststellen, dennoch unterscheidet sich die Leistung der Experimentalgruppe weiterhin signifikant von der Leistung der Kontrollgruppe im Follow-up-Test. Dabei schneiden Lernende in Ausbildungsberufen mit höherem schulischem Anforderungsniveau im Schreiben durchschnittlich besser ab, während Lernende in Ausbildungsberufen mit tieferem schulischem Anforderungsniveau sich deutlich stärker entwickeln.