Gesundheitsforschung in der Schweiz

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Prof. Dr. Julie Page

Projektteam: Dr. Andreas Bänziger, Prof. Dr. Peter Rüesch, Dr. Yvonne Treusch

Projektbeginn: 01.05.2011

ProjektpartnerInnen: Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Kurzdarstellung

Ziel und Methode
Im Auftrag der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften wurde der Stand der Forschung im Bereich Gesundheit mit Fokus auf die Sozialwissenschaften in der Schweiz erhoben. Zu diesem Zweck wurde eine systematische Analyse der Datenbanken von FORS (Swiss Foundation in Research in Social Sciences), ARAMIS (Informationssystem der Schweizerischen Eidgenossenschaft) und der Datenbank des SNF (Schweizerischer Nationalfonds) durchgeführt. Die Rechercheergebnisse wurden zunächst qualitativ als auch quantitativ ausgewertet. Darüber hinaus wurden auch ExpertInnen im Themenfeld befragt, um die Ergebnisse der Datenbankanalyse zu validieren und zu ergänzen.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Es wurde eine heterogene Verteilung der sozialwissenschaftlichen Gesundheitsforschung auf viele forschende Einzelinstitutionen gefunden, welche aus Expertensicht eine Schwerpunktbildung vermissen lässt und den Aufbau einer kritischen Kompetenzdichte im Bereich Gesundheitsforschung erschwert. Dies ist insbesondere bei den Universitäten zu beobachten (mit Ausnahme in der Psychologie).

Die praxisrelevante \\\"Outcome- und Evaluationsforschung\\\" zu Therapien und Interventionen wurde von mehreren Experten als national zu wenig beforscht bewertet.

Neben den Universitäten sind sozialwissenschaftliche Kompetenzen in den privaten Forschungsbüros und an den Fachhochschulen auszumachen. Mit der weiteren Entwicklung der Fachhochschulen mit ihren Gesundheitsdepartementen ist zu hoffen, dass die beklagte Forschungslücke im Bereich „Outcome- und Evaluationsforschung“ in der Schweiz teilweise geschlossen werden kann und es vermehrt zu spezialisierten Kompetenzzentren kommt.

Wichtig für die Sozialwissenschaften ist aus Expertensicht, dass sie sich vermehrt in Netzwerke, insbesondere in interdisziplinäre Verbünde mit den medizinischen Wissenschaften zur Gesundheitsforschung einbringen resp. sich untereinander besser zusammen schliessen.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an F & E Ergotherapie oder an die Fachstelle Gesundheitswissenschaften.