Dekubitus-präventives Spitaltextil (Betttuch)

Auf einen Blick

Projektleiter/in: Dr. Stephanie Mathes

Projektteam: Prof. Dr. Christian Adlhart, Franziska Fleischli, Franziska Fleischli

Projektfinanzierung: KTI

Projektbeginn: 01.02.2011

Kurzdarstellung

Um das Desorptionsverhalten von iLoad beschichteten Textilien in einem biologisch relevanten System zu evaluieren, soll die Penetration von Nachtkerzenöl als Beispielsubstanz in die humane Epidermis gezeigt werden. Da Gewebestücke der menschlichen Haut schwierig in der Beschaffung und Vergleichbarkeit sind, sollen Epidermisäquvalente herangezogen werden. Verschiedene kommerziell erhältliche Epidermismodelle zeigen deutliche Ähnlichkeiten zu dem natürlichen Gewebe in Bezug auf Morphologie, Lipidzusammensetzung und biochemische Markerexpression (Netzlaff et al. 2005). Als analytische Methode, um die Penetrationstiefe des Nachtkerzenöls zu bestimmen, wird die nicht-invasive Raman Spektroskopie eingesetzt. Tfayli et al. (2007) konnten in vergleichenden Studien zeigen, dass das Epidermismodell „Episkin®“ geeignet ist, um die Penetration von pharmazeutischen Substanzen zu verfolgen. Bereits 2001 haben Caspers et al. nachgewiesen, dass die Raman Spektroskopie eine vielversprechende Methode darstellt, um die molekulare Zusammensetzung der menschlichen Haut als Funktion zum Abstand der Hautoberfläche zu analysieren.
Das Institut für Chemie und biologische Chemie der ZHAW besitzt die Infrastruktur sowie die Kenntnisse, um die Penetration von Nachtkerzenöl aus dem iLoad System an humanen rekonstruierten Epidermismodellen (RHE) zu untersuchen. Der Fachgruppe „Funktionalisierte Materialien und Nanotechnologie“ steht ein Raman Spektroskop zur Verfügung und die Fachgruppe „Tissue Engineering und humane Zellekulturtechnik“ verfügt über das Wissen humaner Gewebekulturen und deren Aufarbeitung.