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Induktion der Wirkstoffbildung bei Actinomyceten

Methodischer Ablauf zur Identifikation von Wirkstoffen aus Actinomyceten

Auf einen Blick

Beschreibung

Actinomyceten sind eine vielversprechende Quelle für die Gewinnung bioaktiver Substanzen und rücken für die Bekämpfung multiresistenter Bakterien zunehmend in den Fokus. Die ZHAW-Stammsammlung umfasst mehr als 3000 Stämme von Streptomyceten und seltenen Actinomyceten. Echinomycin, welches Gram-positive Bakterien hemmt und schwache Antitumor-Effekte aufweist, konnte von einer Streptomyces-Art aus der Sammlung eindeutig identifiziert werden. Die meisten Actinomyceten produzieren keine Antibiotika, wenn sie aus ihrer natürlichen Umgebung isoliert worden sind. Die Genomsequenzierung ausgewählter Stämme von Actinomyceten hat gezeigt, dass diese ein grösseres Potential für die Bildung verschiedener Antibiotika besitzen, als mittels Screening-Methoden im Labor nachgewiesen wurden. Chemische und molekularbiologische Strategien helfen, neuartige Wirkstoffe von Actinomyceten zu entdecken. Das Projekt hat zum Ziel diese Gene, die unter Standardkultivierungsbedingungen nicht aktiv sind, für die Bildung neuer Antibiotika zu nutzen. Methoden wie CRISPR/Cas, UV-Induktion und die Inkubation mit chemisch synthetisierten Effektormolekülen sind vielversprechende Anwendungen, damit diese stillgelegten Gene aktiviert werden. Die SpheroBiotics-Technologie erlaubt eine Kultivierung der Stämme im Labor unter natürlichen Bedingungen und nutzt diese Einflüsse unter Umweltbedingungen für die Gewinnung neuer Antibiotika.

Weiterführende Informationen